Über 5000 Diensttage im ersten Halbjahr 99
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Zivilschutz zieht nach einer ereignisreichen Jahreshälfte Bilanz
Aargauer Zivilschutz-Angehörige haben im ersten Halbjahr 1999 über 5000 Diensttage zur Bewältigung von Hochwasser, Schadenbehebung in Lawinengebieten und Mithilfe bei der Flüchtlingsbetreuung geleistet.
Aargauer Zivilschutz-Angehörige standen in der ersten Jahreshälfte fast ununterbrochen im Katastrophen- und Nothilfeeinsatz. In den Überschwemmungsgebieten des Kantons Aargau sind zirka 3'000 Diensttage geleistet worden, in den Lawinengebieten bisher etwa 1'500 und in der Flüchtlingsbetreuung über 400.
An einer Medienkonferenz in Aarau betonte am Freitag Regierungsrätin Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez, Vorsteherin des auch für den Zivilschutz zuständigen Gesundheitsdepartements, die Zivilschützer und Zivilschützerinnen seien für den Schutz der Bevölkerung ausgebildet und würden auch dafür eingesetzt. Dem Zivilschutz sind vom Gesetzgeber folgende Aufgaben übertragen:
. Hilfeleistungen bei Katastrophen und in Notlagen
. Schutz der Bevölkerung bei bewaffneten Konflikten
. Kulturgüterschutz
Dr. Martin Vögtli, Chef der Abteilung Zivile Verteidigung, beleuchtete die Rechtsgrundlage. Zivilschutzangehörige können zur sofortigen Katastrophen- und Nothilfe jederzeit durch die Gemeinden oder für Instandstellungseinsätze im Rahmen von Wiederholungskursen aufgeboten werden. Zivilschutzverantwortliche beantworteten anschliessend Fragen. Der Chef der Zivilschutzorganisation (ZSO) Rheinfelden, Ernst Berchtold, informierte über den Einsatz beim Hochwasser am Rhein; Dieter Näf, Chef des Betreuungsdienstes der ZSO Aarau, zeigte die Probleme der Hilfeleistung beim Betrieb eines Erstaufnahmezentrums für Flüchtlinge auf, und Werner Bolliger, Ausbildungschef der Abteilung Zivile Verteidigung, orientierte über den Einsatz von Kursteilnehmern in Lawinengebieten.