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Tierseuchenübung auf dem Lindhof in Windisch

Der Veterinärdienst und das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) führen vom 21. bis 24. Februar 2023 auf dem Lindhof in Windisch eine Tierseuchenübung durch. Geübt wird ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS). Ziel der Übung ist, die überarbeitete Notfallplanung und die Zusammenarbeit im Seuchenfall zu proben.

Im Rahmen der Seuchenprävention hat der Veterinärdienst des Amts für Verbraucherschutz die Notfallplanung überarbeitet. Mit dem Übungsszenario eines fiktiven Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche soll die Notfallplanung nun überprüft werden. Virusbedingte Tierseuchen brechen meist im Winter aus; somit bestehen auch äusserlich realistische Bedingungen für die Seuchenübung. Ein Kernelement der Übung ist die gründliche Reinigung und Desinfektion eines Rinderstalls. Die Tiere werden dafür vorübergehend ausgestallt.

Die Strassen um den Betrieb Lindhof sind während der gesamten Übung für den Durchgangsverkehr frei. Es kommt zu keinen Einschränkungen für Hofbesucherinnen und -besucher oder für die Nachbarschaft.

Tierseuchenbekämpfung im Kanton Aargau

Die Tierseuchenüberwachung und -bekämpfung ist eine der Aufgaben des kantonalen Veterinärdiensts. Im Fall einer hochansteckenden Tierseuche liegt die Leitung und Koordination der nationalen Bekämpfungsstrategie zwar beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), die kantonale Umsetzung der Massnahmen erfolgt jedoch durch den Veterinärdienst, geführt von der Kantonstierärztin. Zu diesen Massnahmen zählt die Seuchenbekämpfung auf Betrieben, auf denen eine hochansteckende Tierseuche ausgebrochen ist. Der Veterinärdienst wird dabei durch das KKE unterstützt, das der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz angehört (siehe Box).

Bei hochansteckenden Tierseuchen handelt es sich um übertragbare Krankheiten mit dem Potenzial, sich schnell zu verbreiten – auch über Landesgrenzen hinaus. Selten können sie auch auf den Menschen übertragen werden (sogenannte Zoonosen). Da sie umfangreiche sozioökonomische Konsequenzen haben und die betroffenen Tiere sterben oder getötet werden müssen, ist es wichtig, dass die Notfallplanung regelmässig überarbeitet und beübt wird.

Hervorgehoben:Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE)

Das KKE ist ein wichtiges Einsatzmittel des Regierungsrats bei der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen. Es ist mobil und kann im ganzen Kantonsgebiet sowie in benachbarten Kantonen bis hin zum grenznahen Ausland eingesetzt werden. Wenn in schwer betroffenen Regionen, wie zum Beispiel nach einem Erdbeben oder Hochwasser, die eigenen Mittel nicht mehr ausreichen, leistet das KKE mit Fachpersonal und Spezialmaterial Unterstützung. Das KKE hat auch die Aufgabe der kantonalen Seuchenwehr. Weitere Partner wie Polizei, Feuerwehr oder eine der 13 regionalen Zivilschutzorganisationen werden bei Bedarf hinzugezogen.

  • Departement Gesundheit und Soziales