Tiefste Prämienerhöhung seit Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung
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Durchschnittliche Aargauer Monatsprämie unter dem schweizerischen Mittel
Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im Aargau im Jahr 2013 durchschnittlich um 1,1 Prozent. Damit liegt der Anstieg deutlich unter dem schweizerischen Mittel von 1,5 Prozent. Die durchschnittliche Aargauer Monatsprämie für Erwachsene liegt bei 364.20 Franken. Im schweizerischen Mittel sind es 387.70 Franken.
Im kommenden Jahr steigen die Prämien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Kanton Aargau um durchschnittlich 1,1 Prozent an (Vorjahr 2,7 Prozent). Mit diesem Anstieg liegt der Aargau erstmals seit Einführung des neuen Krankenversicherungsgesetzes im Jahr 1996 unter dem gesamtschweizerischen Mittel von 1,5 Prozent. In der Grundversicherung variiert die Prämienbelastung für Erwachsene zwischen 298.90 und 458.30 Franken; junge Erwachsene bezahlen durchschnittlich 329.57 Franken. Die Kinderprämie beträgt 82.92 Franken, was eine Prämiensenkung von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Differenzen fallen dabei je nach Altersgruppe und Kasse unterschiedlich aus.
Versicherte beeinflussen Kostenentwicklung
Durch die Wahl von besonderen Versicherungsmodellen (z.B. Managed Care) können die Versicherten zudem von attraktiven Rabatten profitieren. Dabei erhalten sie einwandfreie medizinische Versorgung und können zudem einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Gesundheitskosten leisten. Der Anteil der Personen, welche sich für solche Versicherungsmodelle entscheiden, steigt denn auch laufend. Er beträgt im Kanton Aargau knapp 50 Prozent. Entsprechend bauen die Versicherungen ihre Angebote laufend aus. Insbesondere die integrierten Versorgungsmodelle leisten einen wichtigen Beitrag zur Effizienzgewinnung und damit zur Kosteneindämmung im Gesundheitswesen.
Integrierte Versorgung als Generalthema
Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) hat die jüngste Prämienentwicklung mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Allerdings wird sich weisen müssen, ob sich die Entwicklung auf diesem Niveau wird stabilisieren können oder nicht. Umso wichtiger ist für Landammann Susanne Hochuli, Vorsteherin des DGS, dass die günstigen Einflussfaktoren auf die Prämienentwicklung gestärkt werden: "Die integrierte Versorgung wird das grosse Thema in den kommenden Jahren sein – sowohl mit Blick auf die Versorgungsqualität als auch in Bezug auf die Kostenentwicklung." Aus diesem Grund will das DGS gemeinsam mit den wichtigen Leistungserbringern einen Masterplan "Integrierte Versorgung Aargau" entwickeln.