Tiefe Aargauer Kehrichtverbrennungspreise dank Berner Kehricht
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Der Aargauer Beitrag zur Umsetzung der Verbrennungspflicht
Die aargauischen Gemeindeverbände mit einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) und die berneroberländische AG für Abfallverwertung (AVAG) unterzeichneten ein für beide Partner attraktives Abkommen. Die aargauischen KVA sind optimal ausgelastet und können dadurch günstige Verbrennungspreise anbieten.
Der Regierungsrat hat dem Vertrag zwischen den aargauischen Gemeindeverbänden mit einer Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) und der berneroberländischen AG für Abfallverwertung (AVAG) zugestimmt. Der Hauptzweck des Vertrages ist die Lieferung von brennbaren Abfällen aus dem Gebiet der AVAG zur thermischen Behandlung in einer Aargauer KVA, sowie im Gegenzug die Rücknahme der Verbrennungs-Schlacke zur Entsorgung in einer Berner Deponie. Bis Ende dieses Jahres deponiert die AVAG ihre Siedlungsabfälle in der eigenen Reaktordeponie. In Thun ist eine KVA geplant, die Ende 2003 den Betrieb aufnehmen soll. Die Realisierung der KVA Thun verzögerte sich aus technischen und politischen Gründen. Um das Ablagerungsverbot von brennbaren Abfällen ab dem 1. Januar 2000 zu erfüllen, muss die AVAG deshalb ihre Abfälle für einen Zeitraum von voraus-sichtlich vier Jahren in bestehende Kehrichtverbrennungsanlagen exportieren. Dies wird mit dem abgeschlossenen Vertrag sichergestellt.
Die KVA des Kantons Aargau leisten somit einen wichtigen Umwelt-Beitrag zur Durchsetzung des Deponierungsverbots von brennbaren Abfällen in der Schweiz. Die drei Aargauer Kehrichtverbrennungsanlagen verfügen über die entsprechende Verbrennungskapazität um während der Zeitspanne von vier Jahren einen bestimmten Teil der brennbaren Abfälle, rund 32'500 Jahrestonnen, aus dem Gebiet der AVAG anzunehmen.Die Aargauer Regierung befürwortet diesen Vertrag, weil er einen allseitigen Gewinn darstellt. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur gesamtschweizerischen Einhaltung der gesetzlich geforderten Verbrennungspflicht auf den 1. Januar 2000. Gleichzeitig profitiert die Aargauer Bevölkerung und Wirtschaft von tieferen Verbrennungspreisen optimal ausgelasteter KVA.