Tagung zum Fremdsprachenunterricht
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Verantwortliche der Nordwestschweiz treffen sich in Aarau
An einer Impulstagung der Arbeitsgruppe Sprachen der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (NW EDK) werden die Verantwortlichen aus den 8 Kantonen der Nordwestschweiz über pädagogische Erkenntnisse im Fremdsprachenunterricht informiert.
Die Erziehungsdirektoren der 26 Kantone haben sich darüber geeinigt, den Beginn des Fremdsprachenunterrichtes auf das dritte Schuljahr vorzuverlegen. Die zweite Fremdsprache soll dann ab dem fünften Schuljahr unterrichtet werden. Alle Schülerinnen und Schüler sollen so Gelegenheit erhalten, während der obligatorischen Schulzeit eine zweite Landessprache und die Weltsprache Englisch zu erlernen. Grundlage für diesen Entscheid war ein Gesamtsprachenkonzept, das die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) im Sommer 1998 vorgelegt hatte.
Neue Perspektiven im Fremdsprachenunterricht
Strukturveränderungen wie Vorverlegung und Sprachwahl sind jedoch nur eine Dimension in der Erneuerung des Fremdsprachenunterrichtes. Neueste Forschungsresultate zeigen, dass die Unterrichtsqualität, ein reichhaltiges Angebot an Lernsituationen innerhalb und ausserhalb der Schule und vor allem die Qualifikation der Lehrkräfte eine zentrale Bedeutung haben für den Lernerfolg. Die Arbeitsgruppe Sprachen der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (NW EDK) hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, über diese grundsätzlichen Bedingungen des erfolgreichen Sprachenlernens in fundierter Weise zu informieren. An der ersten Impulstagung vom 8. September 2000 werden in Aarau unter der Leitung von Dr. Victor Saudan, Präsident der Arbeitsgruppe, die wichtigsten Verbesserungsperspektiven von Fachleuten aufgezeigt und mit konkreten Beispielen aus der Praxis illustriert: Früher Fremdsprachenunterricht, zweisprachiger Unterricht, Schüleraustausch, sprachenübergreifende Sprachdidaktik, angepasste Bewertungspraxis, stufengerechte Lehrmittel, autonomes Lernen mit den neuen Medien und vor allem eine auf Mehrsprachigkeit ausgerichtete Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte. Gleichzeitig soll ein interkantonales Netzwerk geschaffen werden zur besseren Koordination in der Umsetzung des Gesamtsprachenkonzeptes.