Synergieprojekt "Invasive Kardiologie" der Kantonsspitäler Aarau und Baden
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Mehr Komfort für Badener Herzpatienten
Am 15. Dezember 2003 wird durch die beiden Kantonsspitäler Aarau und Baden ein in der Schweiz einmaliges medizinisches Synergieprojekt umgesetzt, das höchste Qualität in der Behandlung mit bestmöglichem Komfort für die Patienten und Kostenbewusstsein verbindet.
Diagnostik und Therapie der Gefässe haben in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht. Zunächst waren Methoden entwickelt worden, die eine immer feinere Diagnostik an den grösseren Gefässen ermöglichten. Von diesen Techniken ausgehend gelang es, immer mehr Behandlungen durchzuführen, für welche vorher chirurgische Eingriffe nötig gewesen waren. Zwar ist auch mit den neuen Techniken ein Eindringen in den Körper notwendig, weshalb sie invasiv genannt werden. Das Ausmass ist jedoch weit geringer, als wenn mit chirurgischen Methoden ein Zugang geschaffen werden muss. Mit der Weiterentwicklung haben diese Methoden auch an den Gefässen innerer Organe, speziell am Herzen Einzug gehalten und fallen dort unter die Bezeichnung "invasive Kardiologie".
Neue Apparatur
Bisher mussten die Badener Herzpatientinnen und -patienten für die invasive Diagnostik und Therapie in auswärtige Kliniken überwiesen werden, weil in Baden weder die personelle noch die apparative Infrastruktur vorhanden war. Die aus Altersgründen zu ersetzende Röntgenanlage für Gefässdarstellungen am Kantonsspital Baden wurde nun durch ein Gerät ausgetauscht, welches die Bedürfnisse der modernen Röntgendiagnostik abdeckt. Es erlaubt die Diagnostik und Behandlung der Blutgefässe, speziell auch jener Arterien, welche das Herz mit Nähr- und Sauerstoff versorgen und kann damit für Untersuchungen und Behandlungen am Herzen eingesetzt werden. Durch die Beschaffung einer multifunktionalen Anlage, welche durch die Radiologen wie die Gefäss- und Herzspezialisten verwendet werden kann, lohnt sich die Investition in mehrfacher Hinsicht.
Zwei Standorte - ein Team
Die invasive Kardiologie benötigt ein grosses Fachwissen, welches am Kantonsspital Aarau vorhanden ist. Es lag deshalb nahe, die Zusammenarbeit mit den Aarauer Kardiologen zu suchen, welche nun die fachliche Leitung dieses Synergieprojekts haben und die Interventionen in Baden auch durchführen werden.
Patientenfreundlich
An vorerst zwei Tagen pro Woche werden die Aarauer Spezialisten in Baden tätig sein und jene Badener Herzpatienten behandeln, welche eine invasive Abklärung und Therapie am Herzen benötigen. Für die betroffenen Patienten entfallen damit die Transporte nach auswärts, was einen erheblichen Komfort bedeutet. Das Spital spart gleichzeitig die teuren Transporte und muss nicht ein Zweiterteam mit Fahrzeug dafür abstellen. In der übrigen Zeit werden die Interventionen am Herzen weiterhin auswärts erfolgen. Kostengünstig
Mit der sowieso anstehenden Ersatzbeschaffung für das Angiografiegerät am KSB konnte mit dem gewählten Kombigerät die Investition für die apparativen Möglichkeiten der invasiven Kardiologie klein gehalten werden. Durch die Nutzung des grossen Fachwissens und Know-hows der Aarauer Kardiologen entfällt der Aufbau eines eigenen Spezialistenteams in Baden. Nicht zuletzt entstehen auch Einsparungen durch die Reduktion der Anzahl Transporte.
Synergie
Das Projekt "invasive Kardiologie" nutzt Synergien zwischen den beiden Kantonsspitälern, weil Know-how nicht doppelspurig aufgebaut werden muss, sondern auch in Baden auf den erfahrenen Aarauer Kardiologen basiert, die ihrerseits mit hohen Frequenzen Routine und Qualität sicherstellen. Mit diesem Projekt realisiert sich ein lang gehegter Wunsch, indem auch die Herzpatienten des Kantonsspitals Baden vor Ort von modernen Abklärungs- und Behandlungsmethoden profitieren. Es bedeutet für Patientinnen und Patienten des Ostaargaus eine erhebliche Qualitätssteigerung.