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SVP erhält nur wenige Stimmen von anderen Listen :
Statistik der Aargauer Nationalratswahlen 2007

Die SVP-Nationalräte wurden vorwiegend durch die eigenen Wählerinnen und Wähler gewählt. Ihre Fremdstimmenanteile sind deutlich tiefer als diejenigen der anderen gewählten Aargauer Nationalrätinnen und Nationalräte. Dies und anderes mehr wird aus der Wahlanalyse des Statistischen Amtes ersichtlich, die ab heute vorliegt.

Die soeben erschienene Statistik über die Aargauer Nationalratswahlen 2007 zeigt neben den Stimmanteilen auch, von welchen Listen die Gewählten ihre Stimmen erhielten: Am meisten "parteifremde" Stimmen erhielten Geri Müller (Grüne) und Pascale Bruderer (SP), die beide über 50 Prozent ihrer Stimmen auf fremden Listen erzielten. Ebenfalls hohe Fremdstimmenanteile erreichten Philipp Müller (FDP, 48,8 Prozent), Urs Hofmann (SP, 41,4 Prozent) und Esther Egger (CVP, 39,7 Prozent). Umgekehrt wurden die SVP-Nationalräte vorwiegend durch die eigenen Wählerinnen und Wähler gewählt. Ihre Fremdstimmenanteile lagen zwischen 6 und 17 Prozent.

Insgesamt unterstützte die Wählerschaft der SVP, abgesehen von der Familiä-Partei (FAP) mit Einzelkandidat René Bertschinger, am grosszügigsten parteifremde Kandidaturen. Insbesondere Philipp Müller von der FDP erhielt sehr viele Stimmen (9'769) von SVP-Wählerinnen und -Wählern. Am meisten Stimmen gibt es von der SVP für die FDP (27'973) und die CVP (14'573). Aber auch die SP erhielt noch 6'517 Stimmen von SVP-Listen. Die FDP ihrerseits hat 12'198 Stimmen an die SVP, 8'890 an die CVP und 7'779 an die SP abgegeben. Von der CVP gingen 14'583 Stimmen an die FDP und 15'420 an die SP. Verständlicherweise kleiner war der Austausch zwischen SVP und SP. Die Grünen hingegen holten von SP-Listen 21'839 Stimmen, gaben aber auch wieder 18'241 an die SP ab.

Bezogen auf die eingelegten fremden Listen erzielten Pascale Bruderer (SP), Geri Müller (Grüne) und Urs Hofmann (SP) die höchsten Werte. Im Durchschnitt wurde der Name von Pascale Bruderer auf 27, derjenige von Geri Müller auf 15 und derjenige von Urs Hofmann auf 14 von 100 fremden Listen aufgeführt. Bezogen auf die eingelegten eigenen Listen erreichte wiederum Pascale Bruderer (SP) den höchsten Wert. Sie wurde auf 100 eigenen Listen im Durchschnitt 135 mal aufgeführt. Alle übrigen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten erreichten deutlich tiefere Werte. Auffallend ist bei dieser Betrachtung, dass Esther Egger (CVP) knapp 1'000 Stimmen mehr von CVP-Listen erhielt als die Spitzenkandidatin Ruth Humbel Näf.

Die Statistik über die Nationalratswahlen 2007 im Kanton Aargau umfasst 100 Seiten und kann beim Statistischen Amt, Bleichemattstrasse 4, 5000 Aarau (Telefon: 062 835 13 00; E-Mail: statistik@ag.ch; Internet: www.ag.ch/staag) zum Preis von 25 Franken bezogen werden.

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