Suizid im Bezirksgefängnis Aarau-Telli
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Untersuchungshäftling erhängte sich in seiner Zelle
In den frühen Morgenstunden des 10. Oktober 2009 verübte ein Untersuchungshäftling im Bezirksgefängnis Aarau-Telli Suizid. Er erhängte sich in seiner Zelle.
Der Mann, Jahrgang 1968, Schweizer Staatsbürger, war gestützt auf einen Haftbefehl des Bezirksamts Baden am 22. Juli 2009 verhaftet und in das Gefängnis in Aarau überführt worden. Ihm wurde versuchte vorsätzliche Tötung seiner Ehefrau vorgeworfen, begangen am 16. Juli 2009.
Aufgrund von Hinweisen auf psychische Probleme wurde der Mann während des Gefängnisaufenthalts regelmässig durch den Gefängnisarzt und einen Psychiater des Externen Psychiatrischen Dienstes Aargau betreut und medikamentös behandelt. Anzeichen für eine Suizidgefahr gab es nicht. Noch am 8. Oktober 2009 attestierte der Psychiater im Anschluss an einen Besuch die Hafterstehungsfähigkeit des Gefangenen und stellte keine akute Suizidgefahr fest.
Der Verstorbene hatte am Vortag die üblichen täglichen Kontakte mit dem Gefängnispersonal. Er war zu Beginn der Woche von einem Angehörigen besucht worden. Keine dieser Personen erkannte eine akute Suizidgefahr und sah sich daher auch nicht zu einem entsprechenden Hinweis veranlasst.