Südanflug, ein wichtiger Schritt für den Aargau
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Der Bund hat Südanflüge auf den Flughafen Zürich bewilligt
Der Aargau ist zufrieden, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt trotz lautstarker Gegnerschaft dem Gesuch der Flughafenbetreiberin Unique entsprochen hat. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Deutschland geschaffen.
Auf Gesuch der Flughafenbetreiberin Unique hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) heute die Südanflüge auf den Flughafen Zürich bewilligt. Die Anflüge über das Gebiet des Pfannenstiels werden allerdings erst ab Oktober 2003 eingeführt. Die Flugsicherung benötigt diese Zeit, um die Luftraumstruktur anzupassen und das Personal zu schulen.
Für den Aargau kommt der Entscheid nicht unerwartet. "Wir sind froh, dass der Bund jetzt entschieden hat. Der aus unserer Sicht richtige Entscheid nützt vor allem dem Flughafen, da nun die Chancen gestiegen sind, dass die auf den 10. Juli angekündigte Verschärfung der deutschen Verordnung aufgeschoben werden kann", kommentiert Landammann Peter C. Beyeler den Entscheid von Bern. Diese Verschärfung hätte zur Folge, dass schwere Flugzeuge während der Sperrzeiten am Abend und am Morgen nicht mehr in Zürich landen könnten und nach Basel ausweichen müssten. Dies könnte schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen für die Fluggesellschaft Swiss und für den Flughafen Zürich haben.
Mit der heutigen Bewilligung des Bundes ist ein Teilschritt im Hinblick auf eine faire Verteilung des Fluglärms gemacht. Dies ist für die deutsche Seite und für die Nachbarkantone eine Grundvoraussetzung für einen akzeptablen Flugbetrieb. Damit wird die Verhandlungssituation mit Deutschland aber auch in der Schweiz selbst entkrampft. Es ist zu hoffen, dass nun eine sachliche und konstruktive Diskussion um die Zukunft des Flughafens, wie dies die Nachbarkantone immer forderten, wieder möglich ist.