Strafanstalt Lenzburg: Neuer Direktor 200 Tage im Amt
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Standortbestimmung und Ausblick
Seit dem 1. Januar 2005 steht die Strafanstalt Lenzburg unter neuer Leitung. Nach 8 Monaten im Amt nimmt der neue Direktor Marcel Ruf eine Standortbestimmung vor und orientiert über seine Ziele und Schwerpunkte.
Die Gewährleistung von Ruhe und Ordnung innerhalb der Anstaltsmauern sowie der Sicherheit der Bevölkerung sind das Hauptziel der Arbeit im geschlossenen Strafvollzug. Artikel 37 des schweizerischen Strafgesetzbuches verlangt aber auch, dass der Strafvollzug erziehend auf den Gefangenen einwirken und ihn auf den Wiedereintritt in das bürgerliche Leben vorbereiten soll. Er soll zudem darauf hinwirken, dass das Unrecht, das den geschädigten Personen zugefügt wurde, wieder gut gemacht wird.
Die Strafanstalt Lenzburg ist somit eine Institution, die viele Erwartungen erfüllen soll: Der Gefangene erwartet Hilfe, seine Angehörigen erwarten Verständnis und die Deliktsgeschädigten Bestrafung und Wiedergutmachung. Schliesslich verlangt die Gesellschaft mit zunehmender Vehemenz nicht nur die Verringerung der Kriminalität, sondern auch deren Verhinderung; und dort, wo Therapie zwecklos erscheint, verlangt sie die lebenslängliche Verwahrung.
Die neue Leitung der Strafanstalt meistert diese Herausforderungen durch einen offenen und kommunikativen Führungsstil, der durch Nähe zum Vollzugspersonal und durch professionellen Umgang mit den Gefangenen geprägt ist. Eine effiziente Organisation mit motivierten Mitarbeitern und die konsequente Umsetzung des Leitbildes der Anstalt ermöglichen, auf die stets neuen Herausforderungen im Strafvollzug rasch die nötigen Antworten zu finden.