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Statikprobleme bei Labor und Aula der FHNW gelöst :
Schwierigkeiten mit der Tragsicherheit bei den Betondecken über dem Untergeschoss

Während der Sanierung des Laborgebäudes der Fachhochschule Nordwestschweiz (Klosterzelg II, Windisch) haben die Baufachleute Ende August entdeckt, dass die Betondecke eine nur knapp genügende Tragkraft aufweist. Nach umgehend eingeleiteten Untersuchungen wurde mit Sofortmassnahmen die statische Sicherheit wieder hergestellt.

Während der laufenden Sanierung des Labors an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Windisch nahmen die Fachleute für die Haustechnikinstallationen Durchbrüche an der Betondecke vor. Die Durchbrüche in der Nähe der Stützen erweckten den Eindruck, dass die Durchstanzsicherheit der Stützen zur Betondecke über dem Untergeschoss nicht mehr genügen könnte. Die sofort in Auftrag gegeben Überprüfung bestätigte die visuelle Einschätzung. Die Verantwortlichen haben umgehend Massnahmen ergriffen, um die notwendige statische Sicherheit wieder zu erreichen. Dies konnte, dank dem Umstand, dass das Laborgebäude bis auf die Grundstrukturen ausgebaut war, mit einigermassen einfachen Mitteln (Anker in Betondecke) saniert werden.

Hauptgebäude auch betroffen

Aufgrund der Entdeckung der mangelhaften Konstruktion im Laborgebäude hat man sofort auch eine Untersuchung der Betondecke im Erdgeschoss des Hauptgebäudes in Auftrag gegeben. Die Decke wurde 1965 den Vorschriften entsprechend mit einer Nutzlast von 300 kg/m2 konstruiert und gebaut. Die Überprüfung hat nun ergeben, dass damals statt einem vier Zentimeter dicken, ein zehn Zentimeter dicker Überzug eingebracht worden ist. Daraus resultiert eine Halbierung der Nutzlast auf 150 kg/m2, was zu wenig ist. Diese Nutzlast hielt jedoch bis heute schadlos den Betrieb aus. Da aber im Innenhof von Zeit zu Zeit Grossanlässe stattfinden wie zum Beispiel das FH-Fest, wurde die Betondecke als erste Massnahme mit temporären Spriessen gesichert. Die Abteilung Immobilien Aargau erarbeitet derzeit Massnahmen und Kosten für eine dauerhafte Sanierung.

Bei der bereits erfolgten Sanierung des Hauptgebäudes im Jahr 2006 handelte es sich um Asbest- und Haustechniksanierungen und es wurden keine Eingriffe in die Statik des Gebäudes vorgenommen. Deshalb war es auch nicht möglich, die Problematik mit den Betondecken früher zu erkennen.

  • Departement Finanzen und Ressourcen