Startschuss für die Planerevaluation Gesamtsanierung BZZ
:
Generalplaner-Studienauftrag ausgeschrieben
Der Kanton Aargau und die Stadt Zofingen planen gemeinsam die Gesamtsanierung des Bildungszentrums Zofingen (BZZ). Mit der soeben erfolgten Ausschreibung eines Generalplaner-Studienauftrags wird ein geeignetes Sanierungskonzept für das Bildungszentrum evaluiert.
Auftraggeber für die Gesamtsanierung des Bildungszentrums Zofingen (BZZ) sind der Kanton Aargau, vertreten durch die Departemente Bildung, Kultur und Sport (BKS) und Finanzen und Ressourcen (DFR), Immobilien Aargau (IMAG), sowie die Einwohnergemeinde Zofingen. Der Regierungsrat hatte Ende August 2008 die Durchführung eines Planerauswahlverfahrens bewilligt. Zusätzlich zur Erneuerung der gesamten Anlage sollen auch die Anforderungen an ein zukunftsweisendes Gebäudehüllen- und Haustechnikkonzept erfüllt werden. Die Gesamtsanierung erfolgt nach MINERGIE-Standard. Ziel ist es, das BZZ im MINERGIE-Eco-Label zu zertifizieren.
Zusätzlicher Raumbedarf
Je nach Zukunftsszenario wird in den nächsten Jahren zusätzlicher Raum im BZZ benötigt. Dieser kann nur teilweise durch das bestehende Raumangebot abgedeckt werden. Der Kanton prüft deshalb, nach dem Auszug des Instituts Primarstufe der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), die Aargauische Maturitätsschule für Erwachsene (AME) ins Bildungszentrum Zofingen zu verlegen. Die AME besitzt heute kein eigenes Gebäude, sondern ist vor allem in den Räumlichkeiten der Neuen und der Alten Kantonsschule Aarau und der Kantonsschule Baden untergebracht. Die immer schwieriger werdende Raumsituation an den Gastrecht gewährenden Schulen führt jedoch zu räumlichen Engpässen. Falls die Prüfung positive Resultate zeigt, wird dem Grossen Rat eine entsprechende Änderung des Dekrets AME beantragt.
Grundlagen Studienauftrag
Im Hinblick auf die Ausschreibung des Studienauftrags wurden neben der üblichen fachtechnischen Objektanalyse auch Untersuchungen bezüglich Erdbebensicherheit und Schadstoffen in Auftrag gegeben. Der Bericht zur Schadstoffuntersuchung liegt vor. Wie bei Bauten aus dieser Zeit zu erwarten ist, wurden auch im BZZ vereinzelt asbesthaltige Materialien vorgefunden. Das BZZ wurde 1975/76 errichtet. Asbesthaltige Materialien waren damals verbreitet und kamen in der Schweiz von 1904 bis zu deren Verbot 1991 als Baumaterial regelmässig zur Anwendung. Im Hochbau des BZZ wurde Asbest unter anderem im Fugenmaterial, zur Wärmedämmung, als Elektroisolator oder als Brandschutzmaterial eingesetzt.
Als Sofortmassnahme wurde während den Frühlingsferien 2009 der schwachgebundene Asbest fachgerecht entsorgt. Die restlichen asbesthaltigen Materialien werden im Rahmen der geplanten Gesamtsanierung entfernt. Es bestand zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefährdung.
Auf die Wettbewerbsausschreibung haben sich 27 Generalplanerteams beworben. Die Selektion der fünf bis sieben geeignetsten Teams, die den Studienauftrag bestreiten werden, ist zurzeit im Gang.