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"Spiel dich in die Römerzeit" :
Der Legionärspfad öffnet seine Tore

Der Legionärspfad, ein schweizweit einzigartiges Archäologieprojekt, öffnet am 9. Juni 2009 seine Tore. Im einzigen Legionslager der Schweiz wird der Alltag in einem Machtzentrum Roms erlebbar. Spielbegeisterte, Spurensucher und Abenteurerinnen kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Forschungsreisende. In der originalgetreu rekonstruierten Contubernia kann übernachtet werden, was in Europa einmalig ist.

Auf dem Gebiet von Windisch und Brugg liegt ein einzigartiges archäologisches Bodenarchiv. Seit dem 19. Jahrhundert werden die antiken Schätze und wissenschaftlichen Erkenntnisse in Ausgrabungen systematisch geborgen, gesammelt und restauriert.

Abenteuer Geschichte

Der Legionärspfad macht dieses reiche und spannende kulturelle Erbe für die Öffentlichkeit und insbesondere für die Jugend auf attraktive Weise erfahrbar. In Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Aargau und privaten Sponsoren entsteht auf dem Boden von Vindonissa ein historischer Lern- und Erlebnisraum für Geschichte und Archäologie, in dem fundiertes archäologisches Wissen auf spielerische Weise vermittelt wird.

Der Legionärspfad richtet sich mit dem Spiel "Werde Römer" an Schulklassen und Familien. Die Besucher tauchen in den Alltag eines römischen Legionslagers ein: Ausgerüstet mit einem Römerpass erhält man eine neue, römische Identität und löst auf dem Rundgang das grosse Rätsel des Gottes Neptun.

Wer auf den Spuren der Archäologen die Ruinen erkunden will, wählt die Forschungsreise "Spurensuche in Vindonissa". Auf dem Rundgang erfährt man viele spannende Geschichten zu 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen in Vindonissa.

Eine Nacht lang römisch träumen

Die Hauptattraktion des Legionärspfads bilden originalgetreu rekonstruierte Contubernia (Legionärsunterkünfte). Das in Europa einmalige historische Bauvorhaben verbindet den noch jungen Forschungszweig der experimentellen Archäologie mit lebendiger Geschichtsvermittlung. In den Contubernia finden Schulklassen, Gruppen und Familien in authentisch eingerichteten Mannschaftsstuben Platz für eine Übernachtung. Das gemeinsame Kochen einer römischen Mahlzeit, das Ausprobieren antiker Spiele und die geschichtsträchtige Atmosphäre runden das Erlebnis ab.

Modernde Meilensteine verbinden die Stationen des Legionärspfads

An den acht historischen Schauplätzen markiert ein 2,6 Meter hoher in Glas und Metall ausgeformter Meilenstein die Station des Legionärspfads. Er ist zugleich Landmarke und Informationsträger, in dem er mittels Karte, Text, Bildern und einem ortstypischen archäologischen Fund die Bedeutung des römischen Bauwerks und die Grabungsgeschichte erläutert und andererseits visuell die acht Stationen des Legionärspfads verbindet. Mit seiner schichtartigen Gestaltung stellt das ausführende Zürcher Büro Bellprat klare Bezüge zum Wesen archäologischer Forschung her: Aus Bruchstücken wird Geschichte wieder erfahrbar gemacht.

Ein Kulturengagement von Staat und Wirtschaft

Der Legionärspfad wird vom Kanton Aargau mit Unterstützung des Hauptsponsors Coop und dem Förderverein "Freunde Vindonisspark" sowie weiteren Sponsoren, darunter das Grandcasino Baden, realisiert. Präsidiert wird der Förderverein vom ehemaligen ABB CEO Edwin Somm. Hansueli Loosli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Coop, äussert sich zum Projekt wie folgt: "Die Römer pflegten in Vindonissa eine hochstehende Ess- und Trinkkultur. Sie haben damit an den Grundfesten der schweizerischen, vielfältigen Esskultur mitgebaut. Das hat mir imponiert!" Und André Emile Mislin, Coop, Leiter Verkaufsregion Nordwestschweiz meint: "Coop pflegt traditionellerweise die kulturelle Vielfalt. Aus diesem Grund unterstützt sie den Legionärspfad Vindonissa."

Als Dachorganisation fungiert die Stiftung "Vindonissapark" unter dem Präsidium von alt Ständerat Thomas Pfisterer. Im Laufe der auf zwölf Jahre geplanten Betriebsdauer sollen weitere, attraktive Stationen hinzukommen, wie das Amphitheater, welches zur Zeit vom Bund restauriert wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.ag.ch/bks

  • Departement Bildung, Kultur und Sport