Sinkende Zahl von neu gebauten Gebäuden und Wohnungen
Im Jahr 2018 wurden im Kanton Aargau 1'086 Gebäude mit Wohnnutzung und 5'113 Wohnungen gebaut. Das sind 195 Gebäude und 567 Wohnungen weniger als im Jahr 2017. Der Wohnungsbestand per 31. Dezember 2019 betrug 328'961 Einheiten.
Im Kanton Aargau wurden im Jahr 2018 1'086 Gebäude mit Wohnnutzung und 5'113 Wohnungen gebaut, wie die neusten Auswertungen von Statistik Aargau zeigen. Gegenüber dem Vorjahr 2017 sank die Zahl der neu erstellen Wohnungen um 10,0 Prozent und jene der Gebäude um 15,2 Prozent. Von den 1'086 neu erstellten Gebäuden sind knapp die Hälfte Einfamilienhäuser (509), 499 Mehrfamilienhäuser und 78 Gebäude mit teilweiser Wohnnutzung oder Wohngebäude mit Nebennutzung. Etwas weniger als drei Viertel der neu erstellten Wohneinheiten wurden in Mehrfamilienhäusern angelegt, rund 17 Prozent in Wohngebäuden mit Nebennutzung oder Gebäuden mit teilweiser Wohnnutzung und 10 Prozent sind Einfamilienhäuser. Der Anstieg des Reinzugangs an Wohnungen (Veränderung des Wohnungsbestands gegenüber dem Vorjahr) hat sich im Jahr 2019 gegenüber 2018 um 508 Einheiten auf 4'998 Einheiten abgeschwächt.
Entwicklung seit 2013
Anders als 2018 stieg die Zahl neu erstellter Wohnungen in den Jahren 2013 bis 2017 gegenüber dem Vorjahr stetig. Die Anzahl neu erstellter Gebäude mit Wohnungen war dagegen schon seit 2013 deutlich rückläufig, was zeigt, dass tendenziell mehr Wohnungen in weniger Gebäuden entstehen. Dieser Trend setzte bereits ab Mitte der Neunzigerjahre ein.
Im Bezirk Baden wurden im Jahr 2018 beispielsweise 89,7 Prozent der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern gebaut und nur 5,8 Prozent in Einfamilienhäusern. Im Gegensatz dazu lag der Anteil der neu erstellten Einfamilienhäuser gemessen an allen neu erstellten Wohnungen im Bezirk Rheinfelden mit 35,8 Prozent am höchsten.
Nicht alle Wohnungen sind belegt
Wie die Leerwohnungszählung 2020 zeigt, standen am 1. Juni 2020 8'733 Wohnungen leer. Dies sind 356 Einheiten mehr als im Vorjahr 2019. Weil aber auch der Wohnungsbestand im Jahr 2019 um 4'998 Einheiten stieg, blieb die Leerwohnungsziffer, die das Verhältnis des Leerwohnungsbestands im aktuellen Jahr am Gesamtwohnungsbestand per 31. Dezember des Vorjahres ausdrückt, mit 2,65 stabil.
Tiefere Bauausgaben
Insgesamt sanken die Bauausgaben im Jahr 2018 verglichen mit dem Vorjahr um 9,2 Prozent von 4'846 auf 4'400 Millionen Franken. Mit einem Minus von 281 Millionen Franken trug der Wohnungsbau am stärksten zu diesem Rückgang bei. Aber auch in den Industriebau und den übrigen Privatbau wurde deutlich weniger investiert. Für den gesamten Privatbau resultierte eine Abnahme der Bauausgaben von 482 Millionen Franken oder 13,1 Prozent.
Demgegenüber stiegen die Investitionen in den öffentlichen Bau um 36 Millionen Franken oder 3,1 Prozent. Dazu trug der öffentliche Tiefbau mit einer Zunahme der Investitionen von 56 Millionen Franken oder 7,7 Prozent bei. Für den öffentlichen Hochbau wurde dagegen 21 Millionen Franken oder 4,9 Prozent weniger ausgegeben als im Vorjahr.
Die Statistiken stehen unter Bau- und Wohnungswesen zur Verfügung.