SIL Prozess auf gutem Weg
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Diskussion über verschiedene Entwicklungsszenarien wichtig
Der Aargauer Regierungsrat hat die Planungsgrundlagen zum Objektblatt Flughafen Zürich geprüft. Die Grundlagen sind fundiert erarbeitet und bieten eine gute Voraussetzung für den weiteren Planungsprozess. Der Kanton Aargau unterstützt einen gut funktionierenden Flugbetrieb auf dem Flughafen Zürich, der die Hubfunktion wahrnehmen kann. Der Regierungsrat erwartetet daher, dass der SIL-Prozess derart ausgestaltet wird, dass der Flughafen Zürich seine Hub-Funktion behalten kann.
Mit dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) stellt das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Weichen für den zukünftigen Flugbetrieb des Flughafens Zürich. In einer ersten Phase des Koordinationsprozesses wurden die Grundlagen, insbesondere eine Prognose der engpassfreien Nachfrageentwicklung, erarbeitet und Vorgaben für die im nächsten Jahr zu erarbeitenden Betriebsvarianten definiert. Die Nachfrageprognose rechnet bis zum Jahr 2030 mit einer Verdoppelung der Anzahl Flugpassagiere auf rund 40 Millionen sowie mit einer Steigerung der jährlichen Anzahl Flugbewegungen auf 450'000.
Es ist fraglich, ob diese prognostizierte Nachfrage aus politischer und gesellschaftlicher Sicht engpassfrei realisiert werden kann. Diese würde den Bau einer Parallelpiste voraussetzten. Die Frage, ob ein neues Pistensystem gebaut wird, muss im Rahmen des SIL-Prozesses beantwortet werden. Um die in einem Jahr zu erwartende Auswahl der Betriebsvarianten zu erleichtern, erachtet es der Regierungsrat daher als richtig, dass weitere Entwicklungsszenarien aufgenommen werden, welche auf der Kapazität des heutigen Pistensystems beruhen.
Positiv ist, dass fundierte Grundlagen vorgelegt wurden, die eine objektive Beurteilung des mittel- und langfristigen Flugbetriebs in Zürich ermöglichen. Die Entwicklung der Flughafenpolitik muss, nach Ansicht des Aargauer Regierungsrats, so ausgestaltet sein, dass sie zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schweiz beiträgt und auch für die Aargauer Wirtschaft positive Impulse setzt. Die grosse Herausforderung der weiteren Planungsschritte besteht darin, für den Betrieb Lösungen zu finden, die einerseits den Flughafen in seiner wichtigen Funktion als internationalen Hub erhalten. Andererseits muss aber auch die Lärmbelastung der Bevölkerung tragbar bleiben.