Sicherheitsplattform für den Kanton Aargau
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Habsburgempfang des Aargauer Regierungsrates
Zur Bewältigung der sicherheitspolitischen Aufgaben soll der Kanton Aargau eine "Sicherheitsplattform" erhalten. Diesen Vorschlag lancierte Militärdirektor Ernst Hasler am traditionellen Habsburgempfang des Regierungsrates für die Aargauer Truppenkommandanten.
Zum 54. Mal hatte der Aargauer Regierungsrat am vergangenen Montagabend die abtretenden sowie die neuen Kommandanten der Aargauer Formationen zum traditionellen Empfang auf Schloss Habsburg eingeladen. Der Habsburgrapport dient seit 1948 der Kontaktpflege zwischen Regierung und Militär.
Ins Zentrum seiner Ansprache stellte Militärdirektor Ernst Hasler den Begriff einer neuen Sicherheitsarchitektur. Die Ereignisse des vergangenen Jahres - ausgehend vom Terroranschlag des 11. September in den USA, aber auch das Attentat von Zug - hätten gezeigt, dass sich die moderne Informationsgesellschaft mit neuen Gefahren unterhalb der militärischen Grenze konfrontiert sieht. Die Trennschärfe zwischen der äusseren und der inneren Sicherheit haben sich laut Militärdirektor Ernst Hasler verwischt, weshalb neue Sicherheitsüberlegungen anzustellen seien. Als Basis könne dabei das Konzept "Bevölkerungsschutz XXI" dienen, in welches alle sicherheitsrelevanten Kräfte zur Bewältigung ausserordentlicher Lagen eingebunden sind. Eine Plattform zur Analyse möglicher Bedrohungen könne dem nötigen Informationsaustausch dienen und vorbereitende Massnahmen treffen. Im Rahmen dieser Sicherheitsplattform seien vielfältige Synergien denkbar und nutzbar.
Klar stellte sich der Aargauer Militärdirektor hinter die Reformen der Armee XXI. Wer ja sage zu einer glaubwürdigen Verteidigungspolitik der Schweiz, müsse die eingeleiteten Reformen mittragen. Die militärpolitischen Abstimmungen des vergangenen Jahres hätten gezeigt, dass das Schweizer Volk nach wie vor zur Armee und ihrem Auftrag stehe.
Regierungsrat Hasler dankte den rund 70 Offizieren und Gästen, darunter dem Direktor des Bundesamtes für Zivilschutz, Paul Thüring, für ihren Einsatz im Dienste der Sicherheit der Schweiz.
Schliesslich durfte Militärdirektor Ernst Hasler diverse Regimentskommandanten verabschieden. Zwei Offiziere im Generalsrang durfte er ausserdem offiziell in den Ruhestand entlassen, nämlich Divisionär Hansruedi Thalmann, zuletzt Unterstabschef Logistik im Generalstab, sowie Brigadier Heinz Rufer, bis Ende 2001 Kommandant der Panzerbrigade 4.