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Serie 17 der "Acta Helvetica" erschienen :
Zurlauben-Edition neu beim Lehrmittelverlag

Soeben ist die siebzehnte Lieferung der "Acta Helvetica" aus der Zurlaubiana in Buchform erschienen. Die langjährige Kleinarbeit zur Herausgabe der Acta Helvetica, Teil der in der aargauischen Kantonsbibliothek liegenden Zurlauben-Sammlung, ist damit einen Schritt vorangekommen.

Mit dem Erscheinen der Serie 17 ist nicht nur ein weiterer Meilenstein in der Geschichte dieses Editionsprojekts erreicht, sie bedeutet auch insofern eine Zäsur, als mit dieser Ausgabe ein neuer Verlag, der Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, die Produktion und den Vertrieb besorgt. Mit den neu erschienenen fünf Bänden liegen neben den rund 19'000 bereits früher edierten Dokumenten weitere 1667 Schriftstücke aus der Zurlaubensammlung für die Historiker und Familienforscher zur Benutzung bereit.

Familie Zurlauben

Die Zurlaubiana, die Privatbibliothek des Beat Fidel Zurlauben (1720-1799), eines hohen Militärs und einer politisch wie auch historisch interessierten Persönlichkeit, bildete 1803 den Grundstock der Aargauischen Kantonsbibliothek. Die Mitglieder der Zuger Magistratenfamilie Zurlauben versahen rund 200 Jahre lang unzählige politische, militärische und geistliche Ämter. Sie dienten zudem als hohe Offiziere dem französischen König und warben Truppen für ihn. Die Pensionen aus den fremden Diensten waren denn auch die Quelle ihres Reichtums.

Die Zurlauben hinterliessen im Laufe der Zeit einen kaum überblickbaren Berg von Briefen, Verträgen, Rödeln, Rechnungen und Notizen. Insgesamt finden sich in der Zurlaubiana in verschiedenen Abteilungen rund 500 Manuskriptbände. Am bedeutendsten sind die 186 Bände der "Acta Helvetica", welche seit Jahren von einem Historikerteam wissenschaftlich bearbeitet werden.

Inhalte der Serie 17

Die Serie 17 bietet einige ganz spezielle Themenkreise und Trouvaillen. So erfahren wir beispielsweise aus einer Reihe von Spitalrechnungen einiges über das Funktionieren dieser Institution, die Altersheim, Armenasyl, Kinderspital und Mittagstisch für Bedürftige und Schüler in Einem war. Ebenfalls einen Blick ins Alltagsleben und die damaligen Preise gewähren uns die zahlreichen Rechnungen von Gastwirten, Kaufleuten und Handwerkern. Neben den Arzneirezepten sei hier auch auf die Korrespondenz von Maria Jakobea Zurlauben mit dem Zürcher Arzt Johann Heinrich Lavater aufmerksam gemacht. Zu den Kuriositäten zählt der Brief des Kaisers von China, der sich beim Papst nach einer heiratsfähigen Nichte erkundigt, um so die Beziehungen zwischen den beiden Mächten mit zarten Banden enger zu knüpfen.

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