Schwäne verursachen Schäden am Flachsee
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Behörden erteilen Abschussbewilligung für einzelne Tiere auf landwirtschaftlichen Nutzflächen
Zu grosse Bestände an Höckerschwänen und damit einhergehend eine Futterknappheit sind die Auslöser für beträchtliche Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen rund um den Flachsee. Jetzt haben die kantonalen Behörden beschlossen, als Vergrämungsmassnahme einzelne Tiere abzuschiessen.
Der Winterbestand der Höckerschwäne am Flachsee ist mit rund 60 Tieren hoch und übersteigt dessen Kapazität. Entstanden ist diese Überpopulation, weil die Tiere in diesem Naturschutzgebiet von den Erholungssuchenden über Jahre hinweg gefüttert wurden.
Das Auftauchen der Vogelgrippe an Schweizer Gewässern sowie das Aufstellen von Informationstafeln am Flachsee, welche über die negativen Auswirkungen der Fütterung der Wasservögel informieren, hatten zur Folge, dass die Tiere in den vergangenen Monaten weniger gefüttert wurden. Mit der Konsequenz, dass sich die Schwäne neue Nahrungsquellen erschliessen mussten, vorzugsweise in den landwirtschaftlichen Nutzflächen rund um das Naturschutzgebiet. So wurden auf einzelnen Feldern bis zu 40 Schwäne aufs Mal bei der Futtersuche beobachtet.
Die Schäden, welche die Tiere dabei anrichten, sind beträchtlich. Die betroffenen Bauern melden Futter- und Ernteverluste sowie die flächige Verkotung der Wiesen. Eine Bestandesreduktion der geschützten Tiere ist aufgrund der Gesetzeslage nur mit Zustimmung des eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) möglich. Eine Ablenkfütterung würde das Problem verlagern und entsprechend vergrössern.
Nach Absprache mit den zuständigen Behörden bei Bund und Kanton sowie dem Einbezug von BirdLife Aargau, der Stiftung Reusstal sowie dem Aargauischen Jagdschutzverein haben die Verantwortlichen der Sektion Jagd und Fischerei im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) beschlossen, als Sofortmassnahme einzelne Tiere abzuschiessen, um dadurch die übrigen Tiere auf den betroffenen Feldern nachhaltig zu vergrämen. Ausserdem erarbeiten die involvierten Fachstellen im BVU ein Konzept, wie und mit welchen Mitteln der Bestand der Höckerschwäne am Flachsee mittelfristig auf einer für Natur und Mensch verträglichen Höhe gehalten werden kann.