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Schulversuche zur Basisstufe auf dem Prüfstand :
Erprobung eines flexiblen Eintritts in die Primarschule

Unter Federführung der EDK-Ost beteiligen sich alle deutsch- und gemischtsprachige Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein am Projekt zur Erprobung eines flexiblen Eintritts in die Primarschule (Modelle Basisstufe und Grundstufe). In neun Kantonen werden 108 Erprobungsklassen geführt. An einer Klausurtagung in Flims setzten sich die Bildungsdirektorinnen und -direktoren der EDK-Ost und des Fürstentums Liechtenstein sowie Vertretungen weiterer beteiligter Kantone und der Bildungsdirektorenkonferenz Zentralschweiz (BKZ) mit dem aktuellen Projektstand auseinander.

Am Entwicklungsprojekt "Erziehung und Bildung in Kindergarten und Unterstufe" sind alle deutsch- und gemischtsprachigen Kantone der Schweiz sowie das Fürstentum Liechtenstein beteiligt, wobei in neun Kantonen (AG, SG, GL, ZH, LU, NW, TG, FR, BE) Schulversuche laufen.

Die EDK-Ost hat vom Projektstand an einer Klausurtagung mit Befriedigung Kenntnis genommen. Die Schulversuche in den Kantonen laufen in 108 Versuchsklassen mit rund 2400 Schülerinnen und Schülern. Die beiden Versuchsmodelle Grundstufe (2 Jahre Kindergarten und 1. Klasse) sowie Basisstufe (2 Jahre Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse) werden in den Versuchen unter Beteiligung von rund 220 Lehrpersonen erprobt. Zudem werden pädagogische Grundlagen entwickelt, welche die Grundsätze der inhaltlichen Ausrichtung der Grund- und Basisstufe beinhalten.

Die Schulversuche werden in den Kantonen und nicht durch die EDK-Ost entsprechend ihrer jeweiligen kantonalen Rahmenbedingungen geführt. Die regionale Versuchsanlage verfolgt das Ziel, in den Kantonen nach vergleichbaren Grundlagen individuelle Entscheidungen zu fällen.

Entscheidungen über Empfehlungen an die Kantone zu einer Umsetzung mit Verankerung in den kantonalen Gesetzgebungen treffen die Kantone nach Abschluss der Evaluationsphase im Jahr 2009 aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie bildungs- und finanzpolitischer Überlegungen. Besonderes Augenmerk legt die EDK-Ost auf die bildungs- und finanzpolitischen Konsequenzen, welche mit der Einführung der Grund- bzw. der Basisstufe in den beteiligten Kantonen verbunden wären. Die Projektleitung der EDK-Ost hat den Auftrag, diese zu erheben und zu analysieren.

Die wissenschaftliche Begleitung der Schulversuche hat mit einer Bestandesaufnahme über den Lernstand der Kinder in Versuchs- und Kontrollklassen sowie mit der Befragung der involvierten Personen begonnen. Sie wird während der Versuchsdauer fortgesetzt und endet mit einem umfassenden Evaluationsbericht. Ein erster aussagekräftiger Zwischenbericht wird auf Anfang 2008 erwartet; der Schlussbericht liegt bis zum Jahr 2010 vor.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport