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Schulklasse hilft Lachs auf die Sprünge :
Im Möhlinbach werden 4'000 Junglachse eingesetzt

Der Lachs kehrt in den Kanton Aargau zurück. Nach rund fünfzig Jahren Abwesenheit werden in geeigneten Gewässern wieder Junglachse eingesetzt. So auch am Möhlinbach. Am 18 Mai 2010 schicken dort Schülerinnen und Schüler aus Zeiningen rund 4’000 Junglachse auf die Reise. Mit der Aktion wollen die Fischereifachstellen der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie der WWF Schweiz über die Wiederansiedlung des Lachses am Hochrhein informieren.

Überraschung und Freude waren landesweit gross, als im Oktober 2008 ein Fischer in der Stadt Basel einen ausgewachsenen Lachs aus dem Wasser zog. Der Lachs war über fünfzig Jahre nicht mehr in Schweizer Gewässern unterwegs. Wanderhindernisse im Rhein und in seinen Zuflüssen sowie die schlechte Wasser- und Lebensraumqualität verwehrten ihm den Zugang zu unseren Flüssen und Bächen. Inzwischen haben sich die Bedingungen für den Lachs deutlich verbessert. Gewässerlebensräume wurden aufgewertet und funktionierende Fischaufstiegshilfen bei Kraftwerksanlagen sind heute ein Muss.

Seit mehreren Jahren engagieren sich die Kantone Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt für eine Wiederansiedlung des Lachses im Hochrhein. Mit dem Projekt "Lachs Comeback" unterstützt auch der WWF Schweiz diese Anstrengungen. Im Kanton Aargau wurden rund 26 Fliessstrecken als "lachstauglich" identifiziert. Ein besonders geeignetes Gewässer ist der Möhlinbach. Dort werden am 18. Mai Schülerinnen und Schüler aus Zeiningen rund 4'000 Junglachse einsetzen. Mit dieser Aktion wollen die kantonalen Fischereifachstellen und der WWF Schweiz über die laufenden Projekte informieren und die Öffentlichkeit für die Thematik rund um den Lachs sensibilisieren.

Damit laichbereite Lachse Jahre später aus dem Meer in ihre Ursprungsgewässer aufsteigen können, müssen Junglachse in potenziellen Laichgebieten eingesetzt werden. Gute Lachsgewässer sind klare Bäche mit einer lockeren Kiessohle und guter Struktur. Im Frühling schlüpfen die Brütlinge aus den im Kiesbett vergrabenen Eiern. Im Alter von ein bis zwei Jahren machen sie sich auf ihre Reise ins Meer auf. Für die Fortpflanzung kehren die ausgewachsenen Lachse dann wieder in ihre Jugendgewässer zurück.

Die Wiederansiedlung des Lachses im Rhein ist ein Ziel der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR). Mit den Programmen "Lachs 2000" und "Lachs 2020" soll die Rückkehr der grossen Wanderfische in die verschiedenen Abschnitte des Rheins ermöglicht werden. Der Kanton Aargau unterstützt dieses internationale Programm, indem er sich für optimale Wanderkorridore und Lebensräume einsetzt sowie besonders geeignete Stellen mit Junglachsen besetzt.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt