Schafisheim: Baustart für Sanierung Seetalstrasse und Kreisel Kehrbrunnen frühestens im April 2019
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Das Umleitungskonzept ist bereits entwickelt
Die beiden Sanierungs-Teilprojekte an der Seetalstrasse und dem Kreisel Kehrbrunnen in Schafisheim sind rechtskräftig. Der Landerwerb ist bereits im Gange. Mit der Ausführungsplanung des Teilprojekts 2 – Kreisel Kehrbrunnen bis zur Grenze innerorts/ausserorts – ist die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt schon weit vorangeschritten. Ein Baustart im April 2019 ist möglich, das Umleitungskonzept liegt bereits vor.
Durch Schafisheim fahren täglich 13'500 Fahrzeuge, die Verkehrsachse wird auch rege vom Fuss- und Veloverkehr genutzt. Die angrenzende Bebauung schränkt den Spielraum ein, um sämtlichen Bedürfnisse der einzelnen Vekehrsteilnehmenden während den Bauarbeiten nachkommen zu können. Bei der Entwicklung des Umleitungskonzeptes wurden die Varianten "Provisorische Fahrspuren", "Einbahnregime Süd", "Einbahnregime Nord", "Baustellenlichtsignalanlage" sowie eine "Totalsperrung" geprüft. Die Abteilung Tiefbau hat sich für die Variante "Einbahnregime Süd" entschieden. Damit wird die stärkste Fahrbeziehung in Richtung Süden (nach Seon) aufrechterhalten. Die schwächere Fahrbeziehung in Richtung Norden (nach Schafisheim) wird über Lenzburg geleitet. Dadurch kreuzen sich die Verkehrsströme nicht und es kommt zu einer Entlastung im Einmündungsbereich Seon (Knoten Dössegger).
Wie bei der Sanierung der Ausserortsstrecke Schafisheim–Seon mittels Vollsperrung im Jahr 2014 ist anzunehmen, dass sich wegen des Umwegs über Lenzburg eine zeitliche und eine räumliche Verschiebung der Verkehrsströme Süd-Nord ergibt. Im Bereich des Knotens Bleiche in Lenzburg ist vor allem in den Morgenspitzen mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
Die anderen möglichen Umleitungsvarianten wurden aus verschiedenen Gründen verworfen. Für provisorische Fahrspuren hat es zu wenig Platz. Eine Totalsperrung verunmöglicht die Erschliessung der angrenzenden Liegenschaften. Zudem wäre die Verkehrsbelastung in Lenzburg so gross, dass die Infrastruktur diese nicht aufnehmen könnte. Das Einrichten einer Baustellenlichtsignalanlage mit abwechselnder einspuriger Befahrbarkeit wurde aufgrund der Leistungsfähigkeit verworfen. In der Abendspitze wäre nördlich ein Stauraum von sechs Kilometern notwendig. Das hätte einen Rückstau bis auf die A1 zur Folge und würde die Ost-West-Achse der Aarauerstrasse zum Erliegen bringen. Das Einbahnregime mit offener Fahrtrichtung nach Norden kann aufgrund der Leistungsfähigkeit der Lichtsignalanlagen Freihof und Bleiche in Lenzburg nicht umgesetzt werden.
Baustart ist abhängig vom Landerwerb
Das Teilprojekt 2 ist im Landerwerbsverfahren am weitesten vorangeschritten. Derzeit geht die Abteilung Tiefbau davon aus, dass die Landerwerbsverträge unterzeichnet werden und keine Gerichtsverfahren eingeleitet werden müssen. Trifft dies zu, werden die Bauarbeiten im April 2019 starten und bis Ende 2019 dauern.
Das Teilprojekt 5 (Kreisel Kehrbrunnen bis Haselweg) soll im Jahr 2020 und die beiden Teilprojekte 3 und 4 (Kreisel Kehr-brunnen bis Grenze innerorts/ausserorts Staufen) in der Lenzburgerstrasse im Jahr 2021 realisiert werden. Das Bauende ist im Jahr 2022 geplant.