SBB informierten Gemeinden und Regionalplanungsverbände
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Planungsstudien Bahn 2000 - 2. Etappe Raum Olten - Heitersberg - Killwangen
Die SBB haben auf Einladung des Kantons Aargau an einer Informationsveranstaltung die Regionalplanungsverbände und betroffene Gemeinden über den Stand der Pla-nung Bahn 2000 2.Etappe und mögliche Streckenausbauten längs der Heitersberglinie orientiert.
Die für Bahn 2000 2.Etappe gesamtschweizerisch zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind gemäss FinöV-Botschaft auf 5.9 Mrd. Franken beschränkt.
Diese sehr begrenzten Mitteln verlangen sehr früh eine genauere Abschätzung der Kosten der vermutlich grössten und damit kostspieligsten Objekte. Ziel ist, die Kosten der zweiten Etappe von Anfang an im Griff zu haben.
Zur Zeit werden deshalb von externen Ingenieurbüros Planungsstudien von sechs grossen Projekten von Bahn 2000 2.Etappe erstellt. Ziel dieser Studien ist eine Kostenschätzung in der Genauigkeit +/- 30%.
Die sechs Objekte sind: Ausbau der Knoten Lausanne, Bern und Luzern, Ergänzung der Infrastruktur auf den Achsen Liestal - Olten (Juradurchstich), Olten - Limmattal (Heitersberg) und Flughafen - Winterthur. Die Resultate werden Ende 2002 vorliegen und als Grundlage in die Botschaft über die zweite Etappe von Bahn 2000 einfliessen, welche die Eidgenössischen Räte ab 2004 beraten werden.Den Kanton Aargau betrifft vor allem der Ausbau der Achse Olten - Limmattal und hier im besonderen der Raum Rupperswil - Lenzburg - Heitersberg. Untersucht werden die folgenden Abschnitte:
. Neue Linie aus dem Raum Rupperswil via Kestenberg / Birrfeld nach Gruemet (Mellingen Westportal Heitersbergtunnel). Da für diese Ausbauten bisher keine Studien existieren, werden in der jetzigen Phase drei verschiedene Linienführungsvarianten untersucht.
. Vierspur-Ausbau der bestehenden Strecke über Lenzburg.
. Neue S-Bahn- und Güterverkehrslinie aus dem Raum Gruemet / Mellingen nach Killwangen (zweiter Heitersbergtunnel). Zur Diskussion stehen zwei Linienführungsvarianten.
Ziel dieser Studien ist eine Kostenschätzung, Entscheide über die Varianten werden nicht gefällt.
Bahn 2000 2.Etappe bedingt vor allem den Ausbau des Netzes in seinem zentralen Teil. Damit kann die Kapazität des Schienennetzes schweizweit am besten gesteigert werden. Auch für den Kanton Aargau können bessere und schnellere Verbindungen sowohl im Fernverkehr als auch für die S-Bahn nach Zürich, aber auch in die Ost- und Westschweiz angeboten werden.
Wie Regierungsrat Peter C. Beyeler zum Ausdruck brachte, sind für den Aargau neben den bahntech-nischen, vorab auch die raumplanerischen Interessen zu berücksichtigen. Es kann nicht angehen, dass heute neue Bahnanlagen oberirdisch durch dicht besiedelte Siedlungsräume gelegt werden und damit die wenigen Erholungsgebiete dominant beanspruchen. Die nationalen Interessen müssen in dieser Beziehung die kantonalen und regionalen Interessen berücksichtigen.