Sanierung des Hallwilersees soll weitergeführt werden
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Fortsetzung der landwirtschaftlichen Massnahmen und neues Belüftungsverfahren
Die Kantone Aargau und Luzern wollen bis zum Jahr 2010 gemeinsam den Nährstoffeintrag in den Hallwilersee auf ein nachhaltiges Niveau senken. Für weitere Sanierungsmassnahmen beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit.
Der Hallwilersee soll durch die Sanierungsmassnahmen langfristig seine natürliche Regenerationsfähigkeit wieder erlangen. In der zweiten Sanierungsetappe von 1996 bis 2002 konnten weitere Fortschritte erzielt werden.
Damit in Zukunft mehr sauberes Wasser in den See gelangt, überprüfen die Seegemeinden ihre Siedlungsentwässerung und erstellen laufend neue Teiltrennsysteme und Regenklärbecken. Dank finanziellen Anreizen treffen auch Landwirte am Hallwilersee seit 1997 zunehmend weiterführende Massnahmen zur Minimierung von Abschwemmung und Auswaschung von Phosphor. Gemeinsam mit dem Kanton Luzern wurde im Jahr 2001 ein Phosphorprojekt im Einzugsgebiet des Hallwilersees gestartet, das bis 2010 eine Halbierung der Nährstoffverluste aus landwirtschaftlichen Quellen anstrebt. Der Bund beteiligt sich gemäss Gewässerschutzgesetz Art. 62a massgeblich an den Kosten.
Der Phosphorgehalt des Hallwilersees ist allerdings in den letzten acht Jahren nur noch leicht gesunken und liegt noch deutlich über dem Zielwert. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt beim Baldeggersee. Mit dem Kanton Luzern wurden daher Zwischenziele für Massnahmen vereinbart, welche die nachhaltige Gesundung des Hallwilersees ermöglichen sollen.
Auf die see-internen Massnahmen am Hallwilersee kann noch nicht verzichtet werden, da die Algenmenge immer noch hoch ist. Ein Stopp der Zirkulationshilfe im Winter und der Belüftung des Tiefenwassers im Sommer hätte gravierende Folgen für den Lebensraum der Kleintiere und Fische. Ein neues Belüftungsverfahren soll vor allem Kosten einsparen. Neu soll der Sauerstoff für die Belüftung vor Ort mit einer Anlage zur Sauerstoffanreicherung aus der Umgebungsluft bereitgestellt werden. Nur in Jahren mit einer aussergewöhnlich starken Algenentwicklung muss noch zusätzlich Reinsauerstoff ab Werk dosiert werden.
Für die Weiterführung der Sanierung des Hallwilersees in den Jahren 2003 bis 2010 beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Verpflichtungskredit von Fr. 2?720'000.-. Der Kanton Luzern wird sich in Zukunft verursachergerecht an den Kosten der see-internen Massnahmen am Hallwilersee beteiligen.