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ROMEC tagt in Brugg/Windisch vom 4.-6. Oktober :
Am Samstag 6. Oktober Tag der offenen Tür im Vindonissa Museum

Die 13. internationale "Roman Military Equipment Conference", ROMEC 2001, tagt vor den Toren des römischen Legionslagers von Vindonissa zum Thema Römisches Militär im zivilen Umfeld. Die dreitägige Fachtagung wird am Samstag abgerundet mit einem Tag der offenen Tür im Vindonissa Museum, wo die Bevölkerung römisch gekleidete Darsteller und Darstellerinnen im antiken Alltag vor 2000 Jahren erleben.

Während eines halben Jahrtausends schuf das Römische Reich mit seiner ausserordentlichen Stabilität die entscheidenden politischen, kulturellen und religiösen Grundlagen für die weitere Geschichte des europäischen Abendlandes und des gesamten Mittelmeerraums. Von der Regierungszeit des Augustus um Christi Geburt bis ins 5. Jahrhundert n.Chr. beherrschte Rom ein Weltreich von über über 5 Millionen Quadratkilometern, in dem 50 bis 80 Millionen Menschen lebten. Zum Erhalt ihrer Macht, zur Sicherung der inneren Ordnung und der Ruhe an den vielen tausend Kilometer langen Aussengrenzen stand den römischen Kaisern eine Heer von rund 500'000 Mann zur Verfügung.

Die moderne römische Heeresgeschichte hat die Aufgabe, das Römische Heer in all seinen Aspekten zu erforschen. Das Ziel ist es dabei, sowohl ihre Rolle in der damaligen Welt besser zu verstehen, als auch die Gründe für den bis heute unerreicht gebliebenen Erfolg dieser Armee, aber auch jene für ihren späteren Untergang aufzudecken.

In den letzten Jahren zeigte sich in der archäologischen Forschung immer deutlicher, dass römische Militärgegenstände keineswegs nur in rein militärischem Zusammenhang gefunden werden. Vielmehr sind sie auch in zivilen Siedlungen immer wieder anzutreffen. Wie sind solche Funde zu interpretieren? Sind sie als Hinweise auf Stützpunkte der römischen Armee zur Kontrolle des zivilen Lebens zu deuten? Lassen sich mit ihnen kriegerische Aktionen oder Truppenverlegungen nachweisen? Gehörten sie Veteranen, die in Zivilsiedlungen ihren Lebensabend verbrachten? Oder sind es Überreste von Werkstätten, die solche Gegenstände herstellten oder reparierten?

Die grundlegenden Fragen, die an der diesjährigen Tagung zur Interaktionen zwischen Militär und ziviler Welt in der römischen Antike diskutiert werden, versprechen eine spannende Tagung mit interessanten Ergebnissen. Organisiert wird der Kongress mit ca. 150 internationalen Fachleuten von der Kantonsarchäologie Aargau, den Universitäten Basel und Bern sowie von der Kantonsarchäologie Wallis und der Gesellschaft Pro Vindonissa, Die Veranstaltung findet in der Fachhochschule Aargau, Brugg/Windisch statt.

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