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Regierungsrat wählt Mann und Frau :
Co-Leitung für die kantonale Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Der Regierungsrat hat Susanne Seytter und Enrico Violi für die neue Co-Leitung der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern (FGFM) gewählt.

Susanne Seytter (38) stammt aus Kassel (D), wo sie während insgesamt 10 Jahren als Referentin des Oberbürgermeisters, als Hochschulbeauftragte und zuletzt als Gleichstellungsbeauftragte der Stadtverwaltung arbeitete. Susanne Seytter ist Kommunikationsbeauftragte der ETH Alumni, des Dachverbands der ehemaligen ETH-Studierenden in Zürich. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern seit April 1999 in der Schweiz. 1999/2000 schrieb sie freiberuflich für die Aargauer Zeitung. Ihr Studium in Anglistik, Romanistik und Wirtschaftswissenschaften schloss sie mit dem Lizentiat ab. Schwerpunkte ihrer bisherigen Gleichstellungsarbeit waren die Beratung von Frauen im Arbeitsleben, praktische Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Frauenförderung in der Personal- und Organisationsentwicklung.

Enrico Violi (43), Sozialwissenschafter mit Lizentiatsabschluss in Pädagogik, Kunstwissenschaft und Publizistik, war Assistent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik der Universität Zürich sowie anschliessend an der Universität Bern. Während seinen Anstellungen an den genannten Universitäten setzte er sich in Lehre und Forschung schwerpunktmässig mit der Geschlechterthematik auseinander.

Zur Zeit ist er als freischaffender Sozialwissenschafter tätig und nimmt verschiedene Publikations-, Projekt- und Weiterbildungsaufträge im Bereich Gleichstellung und Bildung wahr. Als Vizepräsident der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen leitet er derzeit u.a. eine kommissionsinterne Arbeitsgruppe zum Thema "Arbeitsverteilung". Zudem ist Enrico Violi Präsident des Vereins "mannebüro züri".

Nach Luzern ist der Aargau der zweite Kanton mit einem männlichen (Co-) Gleichstellungsbeauftragten. Mit der Wahl einer Frau und eines Mannes unterstreicht der Regierungsrat seine Absicht, die Gleichstellung als Frauen- und Männerförderung weiterzuführen. Die Neubesetzung der beiden Stellen war nötig geworden, weil sich die beiden bisherigen Stelleninhaberinnen per 1. Juni beruflich neu orientiert haben. Die Fachstelle bleibt der Staatskanzlei angegliedert und ist gemäss Grossratsbeschluss bis Ende 2005 befristet.

Enrico Violi wird seine Arbeit am 1. Juli 2001 aufnehmen, Susanne Seytter spätestens am 1. September.

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