Regierungsrat lanciert Massnahmen gegen Fachkräftemangel
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Der Arbeitsplatzstandort wird dadurch gestärkt
Zwei Massnahmen sollen den Wirtschaftsstandort Aargau stärken: eine neuartige Plattform, auf der sich Aargauer Firmen den Fachkräften präsentieren und die Publikation des ersten Fachkräftemangelindexes für die Region Aargau.
Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist ein zentraler Faktor für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Auch im Kanton Aargau mangelt es in gewissen Bereichen an Fachkräften. Die Gründe dafür sind vielfältig, dazu zählen die demographische Entwicklung, der globale Wettbewerb um Fachkräfte oder die internationale Arbeitsteilung. Um das Potenzial an Fachkräften auszuschöpfen ist ein gemeinsames Engagement von Wirtschaft, Bildung und Politik notwendig. Der Regierungsart hat das Anliegen des Postulats von Marianne Binder-Keller (15.211) aufgenommen und schlägt nun diverse Massnahmen vor. Diese basieren auf den Arbeiten einer Fachgruppe, in der Wirtschaftsverbände der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, relevante kantonale Fachstellen sowie die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Paul Scherrer Institut mitgewirkt haben.
Monitoring zum regionalen Fachkräftemangel lanciert
Das Departement Volkswirtschaft und Inneres führt neu ein Monitoring des Fachkräftemangels in der Arbeitsregion Aargau ein. Mit dem neuen Fachkräftemangelindex kann die Entwicklung in einzelnen Berufsgruppen und Branchen genauer beobachtet und der Handlungsbedarf spezifischer ausgewiesen werden.
Neue Plattform für Unternehmen und Fachkräfte
Mit "Work Life Aargau" wird den hiesigen Unternehmen die Möglichkeit angeboten, sich mit all ihren Vorzügen zu präsentieren. Der Aufbau der Plattform wird von der Standortförderung des Kantons Aargau (Aargau Services) koordiniert und unterstützt. Unternehmensporträts und Informationen zu Angeboten am Unternehmensstandort (Kinderbetreuung, Kultur, Sport, etc.) geben Fachkräften einen umfassenden Eindruck bei der Suche nach einem attraktiven Arbeitgeber. Dienstleistungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Fachkräfte zugeschnitten sind, ergänzen die Plattform. Beispielsweise vergleicht ein Pendeldistanzrechner, wie gut einzelne Arbeitsorte erreichbar sind. Sämtliche ausgeschriebenen Stellen im Aargau sind auf der Plattform ersichtlich.
"Work Life Aargau" zielt darauf ab, Wegpendler im Aargau zu halten und Fachkräfte in angrenzenden Kantonen auf die attraktiven Unternehmen im Aargau aufmerksam zu machen. Bereits 50 Unternehmen haben Interesse bekundet, sich finanziell zu beteiligen und zu präsentieren. Die Plattform soll im ersten Quartal 2020 online gehen. Für die Entwicklung der Plattform arbeitet die Standortförderung mit CH Media und dem Institut für Interaktive Technologien der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammen. Die Aargauische Industrie- und Handelskammer (AIHK) unterstützt die Plattform als strategische Partnerin. Der nachhaltige Betrieb ab 2021 finanziert sich über Jahresbeiträge der Unternehmen. Für die Entwicklung der Plattform hat der Regierungsrat eine Anschubfinanzierung zulasten des Swisslos-Fonds gutgeheissen.
Optimierung des bestehenden Angebots
Die Fachgruppe hat zudem festgestellt, dass bereits ein breites Angebot an Massnahmen gegen den Fachkräftemangel besteht. Dieses soll optimiert und teilweise erweitert werden. Mehr zum Fachkräftemangelindex und zu den bestehenden Angeboten und Anlaufstellen erfahren Sie unter www.ag.ch/fk.
Leporello (PDF, 4 Seiten, 493 KB) "Berufe mit hohem Fachkräftemangel. Aargauer Index zum Fachkräftemangel"