Regierungsrat enttäuscht über massiven Stellenabbau bei Novartis
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Streichung von Arbeitsplätzen auch am Standort Stein geplant
Ende August 2018 hat Novartis angekündigt, über 90 Millionen Franken in den Produktionsstandort Stein zu investieren und bis zu 450 neue Stellen zu schaffen. Der Regierungsrat ist umso erstaunter, dass nunmehr wenige Wochen später der Abbau von netto rund 300 Stellen im Werk Stein sowie von rund 1'400 Stellen in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Tessin im Verlauf der nächsten vier Jahre angekündigt wird. Der Regierungsrat hat diese Ankündigung mit Enttäuschung und Bedauern zur Kenntnis genommen. Er erwartet, dass Novartis die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland im Rahmen des anstehenden Konsultationsverfahrens überprüft und den angekündigten Stellenabbau reduziert.
Der Regierungsrat hat mit Enttäuschung und grossem Bedauern vom geplanten Stellenabbau bei Novartis Schweiz Kenntnis genommen. Betroffen sind die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Tessin und Aargau. Erst vor wenigen Jahren hat Novartis rund eine halbe Milliarde Schweizerfranken in den Produktionsstandort Stein investiert und gegenüber dem Aargauer Regierungsrat stets die zentrale Bedeutung dieses weltweit modernsten Produktionswerks für Novartis betont. "Der plötzliche Strategiewechsel mit der Verlagerung von Hunderten von Arbeitsplätzen in Billiglohn-Länder ist für den Regierungsrat schwer nachvollziehbar", so Landstatthalter und Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann.
Der Regierungsrat wertete den Ende August 2018 bekannt gegebenen Aufbau einer Produktionsanlage für Zell- und Gentherapien für 90 Millionen Franken und die Schaffung von bis zu 450 neuen Stellen in Stein als klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz. Umso grösser ist nunmehr die Enttäuschung über die heute bekannt gegebenen Abbaupläne.
Regierungsrat erwartet Überprüfung der Abbaupläne
Der Regierungsrat erwartet, dass die Verlagerung der Produktionskapazitäten von Stein ins Ausland im Rahmen des anstehenden Konsultationsverfahrens nochmals überdacht wird. Ziel muss es sein, angesichts der modernen Infrastruktur vor Ort möglichst viele der Arbeitsplätze in Stein erhalten zu können.
Weiterbeschäftigung als Ziel
Der Regierungsrat hat zur Kenntnis genommen, dass Novartis seine soziale Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehmen will. Ziel muss es sein, möglichst viele der heutigen Arbeitnehmenden so weiterzubilden, dass sie weiterhin in der in Stein neu zu erstellenden Produktionsanlage für Zell- und Gentherapien beschäftigt werden können. Für die übrigen Mitarbeitenden sind im Rahmen des Sozialplans grosszügige Lösungen zu treffen, damit Arbeitslosigkeit vermieden werden kann. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit wird stellensuchende Arbeitnehmende in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und mit Einsätzen des mobilen RAV unterstützen.