Regierungsrat besucht Zivilschützer im Wallis
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Fricktaler Einheiten beim Hilfeeinsatz in St. Niklaus
Hoher Besuch am Donnerstagmorgen bei den Fricktaler Zivilschutz-Dienstleistenden in St. Niklaus (VS): Regierungsrat Ernst Hasler nahm höchstpersönlich einen Augenschein von den Aufräumarbeiten im schwer betroffenen Dorf im Mattertal.
30 Angehörige der Zivilschutz-Organisationen Laufenburg, Kaisten und Zeiningen sind diese Woche in einem fünftägigen Einsatz in der Wallliser Gemeinde St. Niklaus. Die 2'400 Einwohner zählende Gemeinde war beim Unwetter Mitte Oktober stark betroffen worden. Die Schäden gehen in die Millionen. Zeitweise mussten bis zu 250 Personen evakuiert werden. Diese konnten unterdessen alle in ihre Häuser zurückkehren. Zum Glück gab es keine Verletzten.
Unter der Führung von Gemeindepräsident Roger Imboden (St. Niklaus) konnte sich Regierungsrat Ernst Hasler sich direkt vor Ort ein Bild vom Schadenausmass und den Aufräumarbeiten machen. Er zeigte sich vom Einsatz der Fricktaler Zivilschutzangehörigen beeindruckt. Diese stehen unter der Leitung von Franz Ruckli, Chef der Zivilschutzorganisation Laufenburg. In St. Niklaus geht es darum, eine stark verschüttete Alpweide noch vor Wintereinbruch zu säubern, damit diese im kommenden Jahr wieder für die Landwirtschaft genutzt werden kann.
Unterstützt werden Zivilschutzangehörigen aus dem Fricktal von Walliser Dienstleistenden aus Nendaz. Die Arbeiten stehen unter der Koordination des Bauamtes der Gemeinde St. Niklaus.
Regierungsrat Ernst Hasler, Vorsteher des Gesundheitsdepartements, zu welchem auch die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz gehört, würdigte den Einsatz der Zivilschützer. Besonders hob er aber auch die Solidarität der Bevölkerung und der Kantone hervor, die bei der Unwetterkatastrophe im Wallis gespielt habe. Gleichzeitig dankte der den Zivilschutz-Dienstleistenden für ihren wertvollen Einsatz zugunsten der stark betroffenen Bevölkerung. Damit beweise der Zivilschutz einmal mehr seine existenzielle Bedeutung.Da die Aufräumarbeiten wegen des kommenden Wintereinbruchs nicht restlos abgeschlossen werden können, sicherte der Aargau dem Wallis seine weitere Hilfe zu. Schon jetzt sind Zivilschutzeinsätze für den kommenden Frühling geplant.
Gleichzeitig wies Regierungsrat Hasler darauf hin, dass der Zivilschutz in diesem Jahr auch im eigenen Kanton stark gefordert war. Allein wegen des Sturms "Lothar" haben die Aargauer Zivilschutzangehörigen im Jahr 2000 gegen 16'000 Diensttage geleistet.