Regierungen halten an gemeinsamer FH fest
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Regierungen der Kantone Aargau und Solothurn zum weiteren Vorgehen
Die Vernehmlassung in den beiden Kantonen Aargau und Solothurn hat ergeben, dass die Absicht der beiden Regierungen zur Bildung einer gemeinsamen Fachhochschule (FH) grundsätzlich positiv aufgenommen wird. Kontrovers wird im Aargau die Standortfrage beurteilt. Aufgrund dieser Resultate halten die beiden Regierungen an ihrer Zielsetzung der Bildung einer gemeisamen FH fest.
Dabei soll den in der Vernehmlassung erhobenen Forderungen nach verstärkten Untersuchungen zur Strategie und zum Markt der künftigen FH Rechnung getragen werden.
Die in den beiden Kantonen parallel durchgeführte Vernehmlassung hat ergeben, dass in beiden Kantonen ein Grundkonsens für die Bildung einer gemeinsamen Fachhochschule Aargau/Solothurn nach den von den beiden Regierungen vorgesehenen Grundsätzen besteht. Vielfach wird jedoch verlangt, dass die beiden Basel einbezogen werden sollten. Während im Kanton Solothurn der von den beiden Regierungen vorgeschlagene Doppelstandort Aarau-Olten auf grosse Zustimmung gestossen ist, wird im Aargau die Standortfrage kontrovers beurteilt: Eine Mehrheit möchte den Standort Brugg für den Bereich Technik erhalten, und gewichtige Stimmen verlangen die Prüfung einer Campus-Lösung auf dem Bally-Areal in Schönenwerd. Insbesondere im Kanton Aargau werden zudem vielfach weitere Entscheidungsgrundlagen, insbesondere zur Frage der Finanzierung und zu den Nachfrageverhältnissen, verlangt. Im Grossen Rat sind dazu zwei Postulate eingereicht worden.
Standortfrage und Strategiebildung zusammenführen
Aufgrund dieser Resultate halten die beiden Regierungen an ihrer Zielsetzung der Bildung einer gemeinsamen FH fest. Sie haben jedoch aufgrund der kontroversen Standortdiskussion ein neues Vorgehen beschlossen: Die Standortfrage soll nun nicht vorab entschieden, sondern mit der Strategiebildung zusammengeführt werden. Damit kann den in der Vernehmlassung erhobenen Forderungen nach zusätzlichen Entscheidungsgrundlagen Rechnung getragen werden. Die Aargauer Regierung ist zudem bereit, die in zwei Postulaten geforderte externe Marktstudie einzuholen. Aufgrund dieser Untersuchungen soll den beiden Parlamenten in der ersten Hälfte 2001 ein Gesamtpaket bestehend aus Rechtsgrundlagen, Finanzierung, Strategie und Standort für die neue Institution unterbreitet werden.
Erneutes Verhandlungsangebot an die beiden Basel
Die beiden Regierungen werden aufgrund der Ergebnisse der Vernehmlassung den Regierungen der beiden Basel erneut Verhandlungen über die Fachhochschul-zusammen--arbeit Nordwestschweiz anbieten. Damit soll ein weiteres Mal die Bereitschaft der beiden Basel, allenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt die bisherige Zusammenarbeit bis hin zu einer gemeinsamen Trägerschaft zu intensivieren, ausgelotet werden.
Entscheidung in den Parlamenten 2001
Den Regierungen sollen die Entscheidungsgrundlagen bis Ende dieses Jahres vorliegen. Sie wollen daraufhin noch in der ersten Hälfte 2001 den beiden Parlamenten ein Gesamtpaket zur Entscheidung unterbreiten, das Trägerschaftsvertrag, Finanzierungskonzept, Strategie und Standortfestlegung umfassen wird.