Regierung sieht Sozialplan für Stellenabbau im Schulbereich vor
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Entlastungsmassnahmen bewirken bis 2008 einen Abbau von rund 200 Stellen
Mehrere der vorgesehenen Entlastungsmassnahmen bei den Kantonsfinanzen führen zu einem Stellenabbau im Schulbereich. Der Regierungsrat hat beschlossen, zu dessen Abfederung einen Sozialplan auszuarbeiten. Dies kündigte Regierungsrat Rainer Huber im Rahmen der Generalversammlung des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes für Textiles Werken an.
Die stärksten Auswirkungen haben die vorgesehenen Entlastungsmassnahmen beim Textilen Werken. Dort wird mit Stelleneinsparungen gerechnet, die knapp 90 Vollzeitäquivalenten entsprechen. Über alle Schulbereiche wird mit einem Abbau von 176 Stellen bis zum Schuljahr 2006/07 und rund 200 Stellen bis zum Schuljahr 2008 gerechnet.
Anlässlich der Generalversammlung des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes für Textiles Werken stellte Regierungsrat Rainer Huber den Betroffenen einen Sozialplan in Aussicht. Zu dessen Ausarbeitung wird eine Steuerungsgruppe eingesetzt, in welcher die betroffenen Kreise vertreten sind. Der Sozialplan wird eine aktive, individuelle Beratung zum Ziel haben und auf die persönliche Situation der Betroffenen Rücksicht nehmen. Zudem werden Umschulungs- und Weiterbildungsangebote bereitgestellt. So hat die FHA Pädagogik für Lehrpersonen aus dem Bereich Textiles Werken bereits ein entsprechendes Weiterbildungsangebot erarbeitet. Abfindungszahlungen oder sonstige Entschädigungen sollen nicht im Vordergrund stehen.
Die geplante Kürzung beim Textilen Werken sieht eine Reduktion um eine Wochenlektion von der zweiten bis fünften Klasse Primarschule vor. Gemäss Rainer Huber ist an der aargauischen Primarschule der gestalterische Bereich mit einer Lektion Allgemeinem Werken, zwei Lektionen Bildnerisches Gestalten und zwei Lektionen Textilem Werken ordentlich dotiert. Aus pädagogischer Sicht hält die Regierung den Verlust einer Lektion deshalb für verkraftbar, zumal sowohl in der Ausbildung von Lehrpersonen als auch in einigen anderen Kantonen Tendenzen ersichtlich sind, die im gestalterischen Bereich einen fachübergreifenden Unterricht anstreben.
Regierungsrat Rainer Huber betonte, das angepeilte Sparziel von insgesamt 787 Mio. Franken könne leider den Bildungsbereich nicht ausklammern. Im Rahmen des Entlastungspakets sind deshalb mit Ausnahme der Realschule alle Schul- und Studienbereiche betroffen.