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Regierung beschliesst Massnahmen gegen Lehrermangel :
Erhöhte Anreize für Lehrerinnen und Lehrer

Der Regierungsrat hat beschlossen, weitere Massnahmen zu treffen, um den drohenden Lehrermangel zu bewältigen. Unter anderem werden Überstunden wieder zum Normal- und nicht mehr bloss zum Minimalansatz entlöhnt. Ausserdem wird die Maximalzahl der erteilbaren Überstunden erhöht und der Wiedereinstieg in den Lehrberuf attraktiver gemacht.

Nachdem bereits im vergangenen Schuljahr einzelne Lehrerstellen im Kanton nur mit Mühe besetzt werden konnten, will der Regierungsrat in diesem Jahr den wachsenden Schwierigkeiten möglichst frühzeitig begegnen. Dazu hat er mehrere Massnahmen beschlossen, welche den Anreiz, im Lehrberuf zu bleiben oder zu ihm zurückzukehren, erhöhen sollen.

Bereits Ende März hat der Regierungsrat dem Grossen Rat beantragt, die Besoldungen der altrechtlich ausgebildeten Reallehrpersonen jener der Sereal - Lehrpersonen gleich zu stellen, was bedeutet, dass ab neuem Schuljahr die Lehrkräfte an der Sekundarschule und an der Realschule gleich besoldet werden.In einem weiteren Paket geht es nun um die Erteilung von Überstunden. Seit dem Sparpaket 1999 werden die erteilten Mehrlektionen nur noch zum Minimalansatz besoldet. Lehrpersonen werden für Überstunden mit bis zu 40% tieferen Ansätzen als ihr Normallohn entschädigt. Diese Massnahme soll auf Beginn des neuen Schuljahres rückgängig gemacht werden. Damit soll der Anreiz, auch tatsächlich Überstunden zu übernehmen, um Engpässe zu überbrücken, erhöht werden. Neu besteht auch die Möglichkeit, maximal sechs statt der bisher vier zusätzlichen Lektionen zu erteilen. Damit können Restpensen besser auf einzelne Lehrkräfte verteilt werden.

In einem dritten Paket sind Massnahmen vereinigt, welche den Anreiz erhöhen sollen, nach einem Unterbruch in den Lehrberuf zurückzukehren oder ein bestehendes Lehrpatent zu einer Lehrberechtigung für die Oberstufe zu erweitern. Lehrpersonen, welche zur Ergänzung ihres Primarlehrpatentes das zweijährige berufsbegleitende Aufbaustudium zur Sereal - Lehrperson am Didaktikum besuchen, wird künftig ein besoldeter Urlaub für jene Ausbildungsteile gewährt, die vollzeitlich zu absolvieren sind. Da der Bedarf an Oberstufenlehrkräften hoch ist, hat der Kanton ein grosses Interesse, dass sich genügend Lehrkräfte für den Stufenwechsel qualifizieren.

Eine Einstiegshilfe soll auch Wiedereinsteigerinnen und -einsteigern geboten werden. Mehrheitlich sind Frauen angesprochen, welche nach einer familiär bedingten Pause in ihren angestammten Beruf zurückkehren möchten. Die Erfahrung zeigt, dass diese nebst der Absolvierung von Kursen für den Wiedereinstieg eine längere Vorbereitungsphase benötigen, um die Unterrichtstätigkeit wieder mit der nötigen Sicherheit aufnehmen zu können. Als Motivationshilfe und Abgeltung für den zusätzlichen Einarbeitungsaufwand werden Lehrkräfte, welche mindestens fünf Jahre keine Unterrichtstätigkeit an einer Schule wahrgenommen haben, auf Gesuch der Schulpflege hin, mit einer einmaligen Zulage in der Höhe eines Monatsgehaltes entschädigt.

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