Rechnung 06: Überschuss von 42 Millionen
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Jahresbericht mit Jahresrechnung 2006 dem Grossen Rat zugestellt
Die Jahresrechnung 2006 des Kantons Aargau konnte mit einem Überschuss von 42.1 Millionen Franken abgeschlossen werden. Zum positiven Ergebnis haben sowohl Minderaufwendungen bei den laufenden Globalbudgets und Globalkrediten für Projekte als auch Mehrerträge von 75 Millionen Franken bei den Steuern der juristischen Personen beigetragen.
"Mit der Jahresrechnung 2006 kann der Kanton Aargau bereits den vierten positiven Rechnungsabschluss in Folge vorlegen", freute sich Finanzdirektor Roland Brogli bei der Präsentation des Jahresberichtes mit Jahresrechnung 2006. Der erfreuliche Rechnungsabschluss ist laut Brogli vor allem dank einer strikten Ausgabendisziplin, die nur Aufwendungen für notwendige und dringende Aufgaben zulässt, und der guten Konjunkturlage zu Stande gekommen. "Das Ergebnis gibt aber keinen Anlass, für die Zukunft euphorisch zu werden." In den nächsten Jahren ist eine Reihe von Reformen und Massnahmen wie das Bildungskleeblatt geplant, welche die langfristige Standortattraktivität des Kantons verbessern und zu Belastungen der Jahresrechnung führen. Zudem sind neue Belastungen seitens des Bundes zum Beispiel im Gesundheitswesen absehbar.
Jahresbericht basiert auf neuen Führungsinstrumenten
Der vorliegende Jahresbericht mit Jahresrechnung 2006 basiert erstmals auf den neuen Führungsinstrumenten gemäss dem Gesetz über die wirkungsorientierte Steuerung von Aufgaben und Finanzen (GAF). Die wichtigsten Neuerungen gegenüber früher sind die Zusammenlegung des Rechenschaftsberichts mit der Staatsrechnung, die erweiterten Informationen zur Aufgabenerfüllung des Kantons sowie eine neue Rechnungslegung.
Der Jahresbericht zeigt auf, welche zentralen Reformvorhaben der Kanton im letzten Jahr zum Abschluss gebracht oder in Angriff genommen hat. Dazu zählen die Revision des Steuergesetzes, die Vernehmlassung der Reformvorlage "Bildungskleeblatt", die Stärkung der interkantonalen Zusammenarbeit, die Gebiets- und Gemeindereform, die Neuausrichtung des Pflegegesetzes, die Planungsberichte Energie, Mobilität und Raumentwicklung, die Reform der Aargauischen Pensionskasse sowie die Festlegung der finanzpolitischen Ziele und Grundsätze.
Amortisation der Bauschulden Regionalspitäler
In der Verwaltungsrechnung steht dem Aufwand von 4'126.4 Millionen Franken ein Ertrag von 4'168.4 Millionen Franken gegenüber. Zum positiven Ergebnis tragen Minderaufwendungen bei den laufenden Globalbudgets und Globalkrediten für Projekte wie auch Mehrerträge von 75 Millionen Franken bei den Steuern der juristischen Personen bei.
Belastend wirkten sich die Einmaleffekte aus der Modernisierung der Rechnungslegung des Kantons von insgesamt 53.3 Mio. Franken aus. Damit wird die Aussagekraft der Rechnung verbessert und an die Prinzipien von True and Fair angepasst.
Mit dem vorliegenden Rechnungsabschluss sollen 20 Millionen Franken für die Amortisation der Bauschulden der Regionalspitäler sowie eine Einlage von 70 Millionen Franken in die Spezialfinanzierung Sonderlasten getätigt werden.