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Public Info Service AG nimmt den Betrieb auf :
Koordination der kommunalen Informatik

Auf Initiative des Kantons und in Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Gemeinden ist eine Plattform für die Koordination der Gemeindeinformatik geschaffen worden.

An der heutigen Medienkonferenz präsentierte Landammann Kurt Wernli die Umsetzung der kantonalen Initiative für ein Dienstleis-tungszentrum "Gemeindeinformatik". Inskünftig soll eine vom Kanton Aargau gegründete Aktiengesellschaft den Gemeinden Rahmenverträge für die beiden Softwareprodukte "GeSoft" und "Nest/Abacus" anbieten. Dadurch erhalten die Gemeinden diese Produkte zu günstigeren Konditionen. Nach einer Impulsphase werden die Gemeinden mehrheitlich die Träger der Public Info Service AG sein.

Laut Bertram Thurnherr, Projektleiter für den Aufbau des Dienstleistungszentrums, können die Gemeinden nicht nur zwischen zwei Softwareprodukten wählen, sondern sie erhalten auch die Möglichkeit, diese Produkte im Gemeindehaus zu betreiben oder die Leistungen von einem Rechenzentrum zu beziehen.

Die Zusammenarbeit unter den Gemeinden und mit dem Kanton erhält mit der Public Info Service AG eine neue Dimension, stellte Max Läng, Gemeindeammann von Obersiggenthal fest. Die Ansprüche, welche die komplexen Informatiksysteme an die Entscheidungsträger der Gemeinden stellen, haben ein Ausmass erreicht, das kleinere und mittlere Gemeinden überfordert. Die neu geschaffene Plattform wird gemäss Gemeindeammann Läng allen Beteiligten nur Nutzen bringen.

Die neue Organisation ermöglicht wesentliche Effizienzsteigerungen der Gemeindeverwaltungen, sagte Peter Walz, Präsident des Aargauischen Gemeindeschreiberverbandes. Erleichtert werden inskünftig der Datenaustausch mit den andern Gemeinden und dem Kanton sowie die Integration des E-Government in die Gemeindeapplikationen.

Hans Zbinden, Geschäftsführer der neuen Aktiengesellschaft, zeigte an der Medienkonferenz auf, welche Dienstleistungen die Gemeinden ab 1. Juli nutzen können. Dazu gehören neben den Rahmenverträgen für die Software, standardisierte Einführungen, Schnittstellen, Informationen und betriebliche Leistungen. Neben den Kosten, welche reduziert werden können, bietet die Zusammenarbeit auch ein grosses Entwicklungspotenzial. Mit der Inbetriebnahme des Grundpaketes (z.B. Einwohnerkontrolle, Finanzverwaltung, Gemeindewerke) wird bereits auch schon an der Evaluation von Zusatzapplikationen (z.B. Soziale Dienste, Geschäftskontrolle, Schulverwaltung) gearbeitet.

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