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Projektleiter für die Strukturreform Volksschule :
Erziehungsdepartement wählt Ronald Schwarz

Das Erziehungsdepartement (ED) hat Ronald Schwarz (55), Real-lehrer in Rüfenach, als Projektleiter für die Strukturreform der Volksschule gewählt. Er hat gemäss Mitteilung des ED den Gesamtbericht zu erarbeiten, der im kommenden Jahr dem Grossen Rat unterbreitet werden soll.

Der neu gewählte Projektleiter Strukturreform Volksschule Ronald Schwarz ist 55 Jahre alt. Er besuchte in Turgi die Volksschule und absolvierte dann das Lehrerseminar Wettingen. Seither ist Ronald Schwarz an Aargauer Primar- und Realschulen tätig - zurzeit an der Realschule in Rüfenach. Von 1988 bis 1997 wirkte er auch als Inspektor in den Aargauer Schulen. Als Stabsoffizier erwarb er Kenntnisse in Projektarbeiten, die eine klare Strukturierung, Effizienz und Ergebnisorientierung erfordern. Ronald Schwarz wird nach laufenden Vorarbeiten seine Arbeit für das Projekt Strukturreform der Aargauer Volksschule vollamtlich im August 1999 aufnehmen.

Auftrag des Leitbildes Schule Aargau

Mit diesem Projekt wird die 3. Etappe der Umsetzung des Leitbildes Schule Aargau begonnen, das im Oktober 1996 vom Grossen Rat verabschiedet worden ist. Das Projekt umfasst die beiden Leitsätze 6 "Das aargauische Schulsystem wird vorerst beibehalten; es ist im Hinblick auf eine interkantonale Harmonisierung umzugestalten" und 7: "Die Schulzeit bis zur Maturität dauert in der Regel 12 Jahre (davon 4 Jahre Gymnasium/Kantonsschule)". Die Vorlage eines separaten Gesamtberichtes an den Grossen Rat entspricht der Komplexität dieser 3. Etappe der Schulgesetzrevision und der hohen Bedeutung für das aargauische Schul- und Bildungswesen. Eine Umsetzung ist nicht vor der nächsten Legislaturperiode 2001 - 2005 zu erwarten. Die 1. Etappe mit der Umsetzung der 5-Tage-Woche ist im Juni 1998 vom Volk beschlossen worden. Die 2. Etappe mit der Regionalisierung der Oberstufe wird demnächst dem Grossen Rat unterbreitet.

Grundsatzentscheid zur Strukturreform

Der Gesamtbericht Strukturreform soll zu Entscheidungsgrundlagen führen, ob und wie die Struktur der Aargauer Volksschule mit denjenigen anderer Kantone harmonisiert und ob und wie gleichzeitig die Schuldauer bis zur Matura von 13 auf 12 Jahre verkürzt werden kann. Er soll Ende Jahr 2000 dem Grossen Rat vorgelegt werden. Das Parlament muss dann festlegen, ob die heutige Struktur im Aargau mit 5 Jahren Primarschule und 4 Jahren Oberstufe (Real-, Sekundar- und Bezirksschule) beibehalten wird oder ob im Sinne der Leitbildvorgabe eine Anpassung an andere Kantone, die grossmehrheitlich 6 Jahre Primarschule kennen, zu erfolgen hat. Im letzteren Fall muss auch über die Gestaltung der verkürzten Oberstufe entschieden werden, für die verschiedene Varianten denkbar sind. Ebenfalls zu entscheiden ist über die Umsetzung der Verkürzung der Schulzeit bis zur Maturität. Je nach Entscheid des Grossen Rates wird in einem zweiten Schritt die Gesetzgebung entsprechend zu ändern sein.

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