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Projekt "Übersetzstelle Werd" in Rottenschwil ungenügend :
Kritik des Kantons Aargau zu VBS-Projekt und Ablehnung des Gesuches

Der Bund soll Alternativen für die "Übersetzstelle Werd" gründlich prüfen und die Anzahl der Übersetzstellen im Reusstaler Auenschutzgebiet reduzieren. Dies verlangt der Kanton Aargau in seiner Stellungnahme zu einem Bauprojekt des VBS in Rottenschwil.

Das Bundesamt für Armeematerial und Bauten will in Rottenschwil die bestehende "Übersetzstelle Werd" für die neue Stahlträgerbrücke der Armee ausbauen. Dazu sind in einem landschaftlich sensiblen Gebiet eine Aufschüttung von rund 1.8 m, der Einbau je eines Betonlagers auf beiden Flussseiten, sowie die Anpassung der Zufahrtswege erforderlich.

Natur und Landschaft im Reusstal geniessen kantonal und national einen hohen Stellenwert. Der Kanton hat daher im Laufe des Baugesuchsverfahrens gefordert, die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) solle eine umfassende Beurteilung des gesamten Reusstals mit allen bestehenden Werten und Nutzungen vornehmen. Diese Forderung wurde nicht genügend umgesetzt. Zudem beanstandet der Kanton, dass die aufgezeigten Alternativstandorte nicht gründlich genug geprüft wurden.

Für den Fall, dass das Ausbauprojekt realisiert wird - der Bund hat die alleinige Entscheidungskompetenz -, will der Kanton Aargau generell einen ausdrücklichen Verzicht auf andere Übersetzstellen im Auenschutzgebiet im Reusstal.

Der Kanton beantragt dem VBS im laufenden Vernehmlassungsverfahren, die für die Bauausführung erforderliche Plangenehmigung zu verweigern.

  • Staatskanzlei