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Praktikum für Aargauer Kulturvermittler in Venedig :
Anmeldeschluss am 15. Juli 2007

Der Aargau hat im vergangenen Jahr das Simon-Guggenheim-Förderprogramm ins Leben gerufen, mit dem der seit 2002 bestehende Kontakt zur Peggy Guggenheim Collection in Venedig vertieft wird. Jährlich erhalten zwei Aargauerinnen oder Aargauer die Möglichkeit zu einem Einblick in die Arbeit des weltbekannten Museums. Bewerbungsschluss für die beiden Praktikumsplätze im Sommer 2008 ist der 15. Juli 2007.

Die durch ihre Kunstsammlungen berühmt gewordene Familie Guggenheim hat ihre Wurzeln im aargauischen Surbtal. Mit dem Simon-Guggenheim-Förderprogramm will der Regierungsrat an den Stammvater erinnern, der 1847 seine Heimatgemeinde Lengnau verliess und nach Amerika auswanderte. Das von seiner direkten Nachfahrin Peggy Guggenheim in Venedig gestiftete Museum bietet ein weltweites Praktikantennetz an, in das sich der Aargau als erster Schweizer Kanton eingeklinkt hat. Jährlich wird zwei Studierenden mit Bezug zum Aargau ein Praktikum im wichtigsten italienischen Museum für europäische und amerikanische Kunst des frühen 20. Jahrhunderts ermöglicht.

Junior- und Senior-Praktikum

Das dreimonatige Junior-Praktikum von Juli bis September verschafft Studierenden der Kunstgeschichte, Architektur oder Romanistik einen Einblick in die tägliche Museumsarbeit. Daneben erhalten die Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, im Rahmen von Seminaren mit anderen internationalen Praktikanten aktuelle Fragen der Museologie, des Museumsmanagements und der Vermittlung moderner Kunst zu vertiefen. Das zweimonatige Senior-Praktikum steht Absolventen des Kulturmanagementstudiums der Universität Basel oder des Stapferhauskurses offen, die bereits über Berufserfahrung verfügen und in der Museumsarbeit aktiv sind oder werden wollen.

Jury wählt aus

Dank des Förderprogramms erhalten die Praktikanten ein Honorar und einen Lebenskostenbeitrag. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Experten der Universität Basel, der Stiftung Gemeindegüter Neu-Lengnau und der Abteilung Kultur des Kantons Aargau. Die Organisation des vorerst auf drei Jahre befristeten Programms liegt beim Studienzentrum Kulturmanagement der Universität Basel. Das Förderprogramm bietet eine Qualifizierungsmöglichkeit des künftigen Museologie- und Kulturvermittlungsnachwuchses. Es stärkt die internationalen Kulturbeziehungen des Aargaus und würdigt einen seiner weltweit bekannten Bürger und die im Surbtal verwurzelte schweizerisch-jüdische Kultur.

Kontakte mit Guggenheim-Collection seit 2002

Die ersten Kontakte mit dem Museum in Venedig und mit Peggy Guggenheims Nachfahren wurden 2002 geknüpft, als der Aargau je eine Fotografie der Kunstmäzenin in seine eigene Kunstsammlung aufnahm und der Stiftung in Venedig schenkte. Aus diesem Anlass besuchte die Grosstochter Peggy Guggenheims erstmals ihre Heimatgemeinde Lengnau. Mit dem bis 2009 befristeten Förderprogramm für Studierende sollen diese Kontakte vertieft werden.

Bewerbungsschluss für ein Praktikum 2008 ist der 15. Juli 2007. Weitere Informationen unter www.ag.ch/kultur (siehe Kulturförderung) oder www.kulturmanagement.org.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport