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Peter Wertli verzichtet auf Wiederkandidatur :
Rücktritt nach 12 Jahren im Regierungsrat

Landammann Peter Wertli, Vorsteher des Erziehungsdepartements, wird am 26. November 2000 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Am 24. Mai gab er diesen Entscheid bekannt.

Landammann Peter Wertlis Rücktrittsschreiben an den Regierungsrat im Wortlaut:

"Seit fast 30 Jahren stehe ich, als Gerichtspräsident, Oberrichter und Regierungsrat, im öffentlichen Dienst. Seit mehr als 12 Jahren darf ich der Regierung des Kantons Aargau angehören, während 5 Jahren als Gesundheitsdirektor und seit mehr als 7 Jahren als Erziehungsdirektor. Ich habe diese vielfältigen Aufgaben stets mit grosser Freude angenommen und im Rahmen meiner Möglichkeiten nach bestem Wissen und Können erfüllt.

Die gut 12 Jahre Regierungstätigkeit waren und sind für mich eine ganz besondere Herausforderung. Ich durfte und darf als Regierungsrat, Departementsvorsteher und zudem dreimal als Landammann die Geschicke unseres Kantons zum Wohle der Bevölkerung aktiv mitgestalten und bei wichtigen Weichenstellungen entscheidend mitwirken. Nicht alles, aber doch einiges konnte erreicht oder zumindest aufgebaut werden. Ich denke, wenn ich im Moment insbesondere auf die letzten Jahre und auf meine Zeit als Erziehungsdirektor blicke, beispielsweise an die Erarbeitung und Verabschiedung des Leitbildes Schule Aargau, an dessen etappierte Umsetzung mit zwei Schulgesetzrevisionen, an die Einführung der neuen Maturität sowie der Berufsmaturität, an den Aufbau der Fachhochschulen, an die Verabschiedung der Leitlinien Kulturpolitik oder die weit gediehene Vorarbeit für die Kunsthauserweiterung. Weitere wichtige Arbeiten wie die Vorbereitung des Gesamtberichtes Strukturreform Volksschule, des Gesetzes über die Anstellung der Lehrpersonen und der Gesamtkonzeption Lehrerbildung, die Vorbereitung der Fusion im Fachhochschulbereich oder die Reorganisation des Departementes sind in Angriff genommen und werden noch diese Amtsperiode entweder entschieden oder zumindest bedeutend weiter geführt werden können.

Die Jahre in der Regierung und Departementsführung waren und sind für mich erfüllend und ausserordentlich faszinierend, sie haben aber auch Kraft gekostet. Ich halte deshalb den Zeitpunkt für gekommen, nach Ablauf der Amtsperiode Amt, Aufgabe und Verantwortung als Regierungsrat und Departementsvorsteher in andere Hände weiter zu geben. Ich erkläre damit meinen Verzicht auf eine Wiederkandidatur bei den kommenden Gesamterneuerungswahlen des Regierungsrates."

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