Nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit
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Nationalbank-Entscheid wirkt sich bisher nicht aus
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ist im Januar um 202 Personen angestiegen. Der Entscheid der Nationalbank, den Mindestkurs aufzuheben, hat sich bisher nicht auf Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ausgewirkt.
Bei den sechs regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Januar 11'134 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 202 oder 1,8 Prozent mehr als Ende Dezember des Vorjahres. Üblicherweise erhöhen sich die Arbeitslosenzahlen im Januar deutlich stärker. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre waren es 4,1 Prozent.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. In der Schweiz stieg die Quote ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Die Zahl der gemeldeten Stellensuchenden im Kanton Aargau erhöhte sich im Januar um 129 auf 14'791 Personen.
Bei den RAV und der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Januar 1'314 offene Stellen gemeldet, 42 mehr als im Vormonat. Von den Arbeitslosenkassen wurden gemäss den aktuellsten verfügbaren Zahlen im November 2014 141 Personen ausgesteuert.
Kurzarbeit im normalen Rahmen
Im Januar gingen bei der Amtsstelle Arbeitslosenversicherung 21 Voranmeldungen von Kurzarbeit ein. Das sind 11 mehr als im Vormonat und gleich viel wie im Januar 2014. Bei den neu hinzugekommenen Betrieben sind 511 Mitarbeitende potenziell betroffen. Zusammen mit den bisher gemeldeten Betrieben mit Kurzarbeit sind im Aargau potenziell 1'054 Personen von Kurzarbeit betroffen. Erfahrungsgemäss schöpfen die Betriebe die Möglichkeit für Kurzarbeit aber nicht für alle Mitarbeitenden aus.
Der Bundesrat hat kürzlich entschieden, dass die Aufhebung des Mindestkurses unter Umständen ein Grund für die Bewilligung für Kurzarbeit sein kann. Bei der Amtsstelle Arbeitslosenversicherung häufen sich derzeit die Anfragen von Betrieben für Kurzarbeit. Wetterbedingt gehen auch mehr Anfragen und Anträge von Baufirmen und Gartenbauunternehmen für Schlechtwetterentschädigung ein.