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Nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit :
Deutlicher Anstieg der Kurzarbeitsgesuche

Die Frankenstärke hat sich bisher nicht auf die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau ausgewirkt: Sie stieg im Februar lediglich um 23 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt im Aargau weiterhin 3,2 Prozent, gesamtschweizerisch 3,5 Prozent. Deutlich zugenommen hat dagegen die Zahl der Kurzarbeitsgesuche. Für den kalten und schneereichen Februaranfang gingen zudem zahlreiche Gesuche für Schlechtwetterentschädigung ein.

Bei den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren und bei der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Februar 11'157 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 23 mehr als im Vormonat. 14'860 Personen oder 69 mehr als Ende Januar waren als Stellensuchende registriert.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber meldeten bei den RAV und bei der Pforte Arbeitsmarkt im Februar 1'445 offene Stellen. Das sind 131 mehr als im Januar.

Gemäss den aktuellsten verlässlichen Zahlen mussten die Arbeitslosenkassen im Dezember 2014 293 Personen mit Wohnsitz im Kanton Aargau aussteuern.

Grosse Unterschiede bei den Altersklassen

Ende Februar waren 1'509 Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 34 weniger als Ende Januar. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse beträgt 3,1 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Bei den 25- bis 49-Jährigen waren 6'713 Personen (+8) oder 3,4 (+/-0,0) Prozent ohne Arbeit, bei den über 50-Jährigen waren 2'935 Personen (+49) oder 2,9 (+/-0,0) Prozent arbeitslos gemeldet.

Die Personen, die sich im Februar von der Arbeitsvermittlung abgemeldet haben, waren im Durchschnitt 225 (-20) Tage lang angemeldet. Zwischen den einzelnen Altersklassen gibt es grosse Unterschiede: Die 15- bis 24-Jährigen waren im Durchschnitt 130 (+12) Tage auf Stellensuche, die 25- bis 49-Jährigen 228 (-11) und die über 50-Jährigen 330 (-41) Tage.

Deutliche Zunahme bei der Kurzarbeit

Im Februar haben 48 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit beantragt, 27 mehr als im Vormonat oder 24 mehr als im Februar des letzten Jahres. 13 der 48 Betriebe sind in der Maschinen- und Metallindustrie tätig und elf im Bauhaupt- oder Baunebengewerbe. Die übrigen arbeiten in verschiedenen Branchen. Potenziell sind in den neu gemeldeten Betrieben 631 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten liegt derzeit für 1'356 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor.

Zahlreiche weitere Unternehmen erkundigen sich derzeit bei der Amtsstelle Arbeitslosenversicherung und bei den Arbeitslosenkassen nach der Möglichkeit für Kurzarbeit. Wegen der Schneedecke und Kälteperiode anfangs Februar gingen ausserdem viele Gesuche für Schlechtwetterentschädigung ein.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres