Neues Telefonie-System für die kantonale Verwaltung
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Regierungsrat beantragt Grosskredit
Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Grosskredit von 10,7 Millionen Franken für die Ablösung der heute über 130 Telefonsysteme der kantonalen Verwaltung durch eine zentrale Kommunikationsplattform basierend auf IP-Technologie. Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten werden damit gesenkt sowie die Erreichbarkeit der kantonalen Fachstellen erhöht. Die Realisierung dauert bis Ende 2017.
Innerhalb der kantonalen Verwaltung sind heute über 130 unterschiedliche Telefonsysteme mit mehr als 7'000 Anschlüssen in Betrieb. Dazu zählen auch die Telefonanlagen der Kantonspolizei und der dezentralen Standorte. Die Vielzahl dieser autonomen, im ganzen Kantonsgebiet verteilten Telefonzentralen unterschiedlicher Hersteller verursachen hohe Betriebsaufwendungen. Viele dieser Anlagen sind zudem veraltet. Notwendige Ersatzbeschaffungen oder Systemanpassungen sind uneinheitlich und können nicht aufeinander abgestimmt werden. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Grossen Rat einen Grosskredit in der Höhe von 10,7 Millionen Franken für die Einführung einer neuen Telefonie-Plattform.
IP-basierte Kommunikationsplattform
Das Projekt KOMPLA (Kommunikationsplattform) will sämtliche heute im Einsatz stehenden Telefonsysteme schrittweise durch eine VoIP-basierte Telefonie-Lösung ersetzen. VoIP oder Voice over Internet Protocol bedeutet, dass die Sprachkommunikation über das bestehende Informatiknetz abgewickelt wird, was zusätzliche Dienste wie Präsenzanzeige, Voice-Mail, Instant Messaging oder Desktop-Sharing erlaubt.
Markante Verbesserungen in Betrieb und Nutzung
Die Zusammenarbeits- und Verwaltungsprozesse werden dadurch optimiert, modernisiert und vereinheitlicht, der Unterhalt der Anlage dank der Reduktion auf einen einzigen, internen Leistungserbringer verbessert. Weitere Vorteile der neuen Kommunikationsplattform sind: Unternehmensweit gleiche Funktionen und Prozesse, einfachere Bearbeitung von Mutationen bei Umzügen, rasche Einbindung von neuen Standorten, bessere Erreichbarkeit von Mitarbeitenden und Fachstellen. Zudem wird mit der Einführung der modernen Technologie die Zukunftsfähigkeit der Telefonie in der kantonalen Verwaltungen sichergestellt.
Einführung ab 2014 bis 2017
Die Einführung des neuen IP-Telefonie-Systems erfolgt gestaffelt in drei Phasen von 2014 bis Ende 2017. Als erstes werden die Verwaltungsgebäude im Raum Aarau auf die neue Kommunikationsplattform migriert. Nach einer Konsolidierung wird die Kantonspolizei integriert, danach erfolgt der Ersatz der Telefonanlagen an den Aussenstandorten. Der grösste Kostenanteil ist der Kauf der zentralen Komponenten sowie der Arbeitsplatzausrüstung. Diese umfasst einen Standard-Telefonapparat sowie die dazugehörige Applikation auf dem PC-Arbeitsplatz. Begleitet wird die Einführung der neuen Kommunikationsplattform durch eine bedarfsgerechte Schulung der Mitarbeitenden.