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Neues Institut der Fachhochschule Aargau FHA und des Paul Scherrer Instituts PSI :
Regierung stimmt einer Investition von 1.4 Mio. Franken zu

Die Fachhochschule Aargau Nordwestschweiz (FHA) und das Paul Scherrer Institut (PSI) nehmen ab 1. Dezember 2004 ein Institut für nanotechnische Kunststoffanwendungen INKA in Betrieb. Die Regierung des Kantons Aargau hat einer Investition der FHA für das geplante Institut in der Höhe von insgesamt 1.4 Mio. Franken für die Jahre 2004 und 2005 zugestimmt.

Regierungsrat Rainer Huber würdigt die Gründung dieser von Fachhochschule und Paul Scherrer Institut gemeinsam geführten Einrichtung als gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen einer universitären Einrichtung und einer Fachhochschule. Besonders hervorzuheben sei die Bereitschaft des PSI, die wertvollen Ergebnisse seiner Grundlagenforschung in diesem gemeinsamen Projekt mit der FH Aargau zur Verfügung zu stellen, damit diese für die Industrieproduktion fruchtbar gemacht werden können. Gemäss Rainer Huber bedeutet die Gründung des neuen Instituts eine nachhaltige Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Aargau.

Der Markt für innovative Produkte und Problemlösungen in der Mikrosystemtechnik wächst rasant. Insbesondere gilt es, für die stark expandierende Branche "Life Sciences" Systemlösungen mit Mikro- und Nano-Komponenten aus Kunststoff zu entwickeln. Die Kunststoff verarbeitende Industrie in der Schweiz und Europa muss sich zunehmend auf diese Wachstumsmärkte ausrichten, um nicht an Terrain zu verlieren.

In der Bio-Forschung werden die Resultate oft mit Mikrosystem-Laborprototypen zum Beispiel aus Silizium erzielt, die kostenseitig weder vom Material- noch vom Herstellungsverfahren her für eine Massenanfertigung in Frage kommen. Entsprechend suchen die Unternehmen Forschungspartner, die sowohl in der Kunststoffverarbeitung als auch in Mikro- und Nanostruktur-Technik über Kompetenzen verfügen.

Genau auf diesen Gebieten sind die FHA und das PSI führend. Die beiden Institutionen planen daher, diese Kompetenzen in einem neuen "Institut für nanotechnische Kunststoffanwendungen" (INKA) zusammenzuführen. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Basel vorgesehen.

Durch die damit entstehende Kombination der bestehenden Fähigkeiten, der exzellenten Ausrüstung und der Industrie- und Hochschulkontakte der beiden Hochschulen besteht die Chance, dass das INKA zu einem führenden und begehrten Forschungspartner wird.

Die Verhandlungen für das neue Institut führten Prof. Peter F. Amacher, Präsident der FHA, und Prof. Dr. Ralph Eichler, Direktor des PSI. Sie wurden dabei unterstützt von Regierungsrat Rainer Huber, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport BKS. Das INKA nimmt seinen Betrieb am 1. Dezember 2004 auf und wird von Dr. Jens Gobrecht geführt, dem Leiter des Labors für Mikro- und Nanotechnologie am PSI.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport