Neues "Forum" für Brugg Windisch
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Ergebnisse des Architekturwettbewerbs sind ausgestellt
Die Vision Mitte präsentiert in der Markthalle Brugg-Windisch die Resultate des städtebaulichen Wettbewerbs über das Gebiet südlich des Bahnhofs Brugg-Windisch. Der Wettbewerb verfolgte das Ziel, Ideen zu entwickeln für die Gestaltung des Markthallen- und des Güterschuppenareals sowie eines Teils des Geländes der Brugg Kabel AG. Im ersten Rang ist das Projekt "Forum" der jungen Zürcher Architekten Huggenberger und Berger.
Die Stiftung Vision Mitte befasst sich mit der städtebaulichen Planung des Kerns von Brugg und Windisch. In diesem Gebiet soll unter anderem der Aargauer Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz realisiert werden. Im Frühsommer 2004 lancierte die Stiftung einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung von drei Baufeldern, dem erweiterten Markthallenareal, dem SBB-Güter-schuppenareal und Teilen des Areals der Brugg Kabel AG. Zwanzig Teams entwickelten Ideen für die Anordnung der Gebäude und der Aussenräume, für die Nutzungsverteilung, für die Typologie der Gebäude, für die Erschliessung und für den Einbezug der Umgebung.
Die zwanzig Arbeiten weisen eine Fülle von Anregungen und Vorschlägen auf. Die Jury unter der Leitung von Prof. Daniel Kündig hat sie an zwei Tagen eingehend begutachtet. Zwei Projekte stachen dabei heraus: Das Projekt "Forum" der huggen_berger gmbh aus Zürich und das Projekt "Oh Bärentatz auf Spatzenhatz" der Architekten Alexander Meier, Annick Hess und Lea Zimmermann aus Zürich.
Das Projekt "Forum"
Das Projekt im ersten Rang schlägt vor, das Güterschuppenareal in einen Grünstreifen mit einem Hochhaus mit Wohnungen, Büros und einem Hotel umzuwandeln. Die Fachhochschule, der Stadtsaal und die Dienstleistungsbetriebe werden in zwei grossen und zwei kleineren Gebäudekomplexen mit hoher Dichte konzentriert. Die Achse Bahnhof-Hallerbauten bleibt offen und wird teilweise zu einem Platz ausgeweitet. Längs dieser Achse werden auch die bestehenden Gebäude Fachhochschule Nord und das Bürohaus der Agrisana integriert. Die grosse Stärke dieses Projektes liegt in der hohen Flexibilität, im grossen Spielraum für die spätere architektonische Ausgestaltung und in den Etappierungsmöglichkeiten. Die Grundrisse der Gebäudekomplexe erlauben vielfältige öffentliche und schulische Nutzungen.
Das Projekt "Oh Bärentatz auf Spatzenhatz"
Das Projekt im zweiten Rang schlägt vor, drei hohe, elegante und ausdrucksstarke Baukörper zu schaffen. Ihre Sockelbauten werden als Landschaft gestaltet und nehmen den Stadtsaal auf. In einer zweiten, niedrigern Gebäudegruppe, welche die bestehenden Bauten integriert, werden Flächen für die Berufsschule, Kongresse und Büros geschaffen. Das Güterschuppenareal wird mit einem Zeilenbau für ein Hotel und weitere Büros genutzt. Das Projekt besticht durch seine hohe städtebauliche Qualität. Der Campus präsentiert sich mit attraktiven Hochbauten. Diese weisen aber eine zu geringe Geschossfläche auf. Sie eignen sich nur bedingt für den Fachhochschulbetrieb und sind aus wirtschaftlicher Sicht nicht optimal.
Bis Ende Jahr liegt ein Masterplan vor
Die siegreichen Projektverfasser werden bis Ende Jahr ihre Vorschläge überarbeiten und in einem Masterplan festhalten. Sie werden dabei begleitet von einer Arbeitsgruppe der Vision Mitte. Der Masterplan enthält alle Angaben, welche für die nachfolgenden Projektwettbewerbe und die Erarbeitung der rechtsverbindlichen Planungserlasse notwendig sind. Parallel dazu werden der Kanton, die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch klären, wer die Bauherrschaft übernimmt und wie die Finanzierung der öffentlichen Bauten erfolgt.
Wechsel in der Projektleitung
Prof. Daniel Kündig hat als Gesamtprojektleiter der Vision Mitte demissioniert, weil er durch seine Tätigkeit an der Fachhochschule Aargau Nordwestschweiz stark belastet ist. Der Stiftungsrat wählte Walter Tschudin, dipl. Arch. ETZ, Windisch, zu seinem Nachfolger. Walter Tschudin war bisher Teilprojektleiter Gesamtkonzept Raumentwicklung. Er ist mit den Projektarbeiten und den politischen Rahmenbedingungen bestens vertraut. Der Stiftungsrat dankt Prof. Daniel Kündig seine Initiative zur Lancierung der Vision Mitte und das grosse Engagement in der Gesamtprojektleitung.