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Neuer Schub für Sprach- und Leseförderung in Gemeindebibliotheken :
Regierungsrat bewilligt Kredit aus dem Swisslos-Fonds

Die kantonale Bibliotheksförderung lanciert ein Programm zur Sprach- und Leseförderung, an dem sich öffentliche Gemeindebibliotheken und kombinierte Gemeinde- und Schulbibliotheken beteiligen können. Sie werden dabei vom Kanton durch fachliche Beratung und finanzielle Förderbeiträge unterstützt.

Die Weichen für eine erfolgreiche Lesekarriere werden bereits in der frühen Kindheit gestellt. Die Fähigkeit zum Lesen vermittelt primär die Schule. Aber für die Lesemotivation und die Herausbildung von Lesegewohnheiten sind auch die Eltern und das private Umfeld wichtig. Zu ihrer Unterstützung wollen Aargauer Gemeindebibliotheken in den nächsten Jahren Angebote bereitstellen, die junge Menschen zum Lesen motivieren, die Lesefreude stärken und die Ausbildung von Lesegewohnheiten fördern. Die kantonale Bibliotheksförderung koordiniert ein dreiteiliges Programm, leistet fachliche Beratung und unterstützt die beteiligten Bibliotheken finanziell.

Einsatz von Lesementorinnen und –mentoren

Auf freiwilliger Basis und unentgeltlich engagieren sich Privatpersonen als Lesementorinnen und Lesementoren. Während eines Jahrs treffen sie sich regelmässig mit Kindern, um mit ihnen zu lesen und sich über das Gelesene auszutauschen. Dazu werden sie durch Fachpersonal vorbereitet und unterstützt. Die beteiligten Bibliotheken übernehmen in Zusammenarbeit mit Schulen die Projektorganisation vor Ort, suchen Lesementorinnen und -mentoren und stellen Material und Medien zur Verfügung. In sechs Bibliotheken wurde das Lesementoring während einer Pilotphase eingeführt. Die Rückmeldungen der Kinder, Eltern und Lehrpersonen waren sehr positiv.

Frühe Sprach- und Leseförderung

Die Gemeindebibliotheken engagieren sich bereits heute in der frühen Sprach- und Leseförderung im Rahmen des vom Bund unterstützten Programms "Buchstart", das sich an Kinder bis drei Jahre richtet. Dieses erfolgreiche Programm soll auf Kinder im Vorschulalter von vier bis sechs Jahren ausgedehnt werden. Bei "Buchstart" arbeiten die Gemeindebibliotheken mit Elternvereinen und -beratung zusammen.

Autorinnen und Autoren lesen in Gemeindebibliotheken

Aargauer Bibliotheken initiieren und entwickeln mit Unterstützung der Bibliotheksförderung und in Kooperation mit dem Verein Kinder- und Jugendmedien Aargau ein Programm mit Autorenlesungen für Kinder und Jugendliche. Das Projekt hat die Begegnung von Literaturschaffenden mit Kindern und Jugendlichen von der Volksschulstufe bis zur Oberstufe zum Ziel. Die Angebote können von Schulen bei den beteiligten Bibliotheken im Rahmen von "Kultur macht Schule" gebucht werden.

Das Programm zur Sprach- und Leseförderung an Bibliotheken startet unter Federführung der kantonalen Bibliotheksförderung im Frühjahr 2018 und dauert bis Ende 2021. Der Regierungsrat stellt für das vierjährige Projekt 966'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds zu Verfügung. Für die Gemeindebibliotheken und die kombinierten Gemeinde- und Schulbibliotheken ist die Beteiligung freiwillig.

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