Neue Verkehrszahlen für die Region Aarau
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Die Ergebnisse der Nummernschilderhebung liegen vor
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat im September 2014 im Grossraum Aarau die Verkehrsströme untersucht. Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Region Aarau mehrheitlich vom Ziel- und Quellverkehr geprägt ist. Sie dienen als Grundlage für die Weiterbearbeitung der strategischen Verkehrsprojekte in der Region.
Im September 2014 hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) in der Region Aarau eine sogenannte Nummernschilderhebung durchgeführt. Ziel war es, die Verkehrsströme zu erfassen, damit Rückschlüsse auf aktuelle Verkehrsprojekte gezogen werden können. Untersucht wurden fünf Gebiete: Zentrum Aarau, Stadt Aarau, Region Aarau, Suhr/Gränichen und Kölliken/Entfelden.
Die Resultate der Nummernschilderhebung bestätigen im Wesentlichen die Netzstrategie Region Aarau. Sie zeigen auf, dass neue Infrastrukturen wie die Neue Staffeleggstrasse gut vom Verkehr angenommen werden.
Die Nummernschilderhebung legt dar, dass die Region Aarau – wie auch die Region Baden – mehrheitlich vom Ziel- und Quellverkehr geprägt ist. So haben im Zentrum von Aarau jeweils etwa gleich viele Fahrzeuge (rund 30 Prozent) ihren Start- oder Zielort; der Durchgangsverkehrsanteil liegt in diesem kleinen Untersuchungsgebiet bei rund 40 Prozent, wobei die beliebteste Ost-West-Verbindung über die Mühlemattstrasse führt. Wenn man das Untersuchungsgebiet auf das ganze Stadtgebiet ausweitet, sinkt der Anteil des Durchgangsverkehrs auf die Hälfte (rund 20 Prozent), wobei ein starker Strom das Gebiet bereits bei der T5-Ausfahrt Buchs wieder verlässt und nicht in die Stadt verkehrt. Der Anteil an Ziel- und Quellverkehr ins Stadtgebiet beträgt je 40 Prozent, das heisst 80 Prozent der Fahrten beginnen oder enden im Stadtgebiet.
Beim Untersuchungsgebiet (sogenannter Kordon) Suhr/Gränichen sind die Anteile vergleichbar hoch. In diesem Kordon zeigt die Nummernschilderhebung auf, dass eine Gesamtbetrachtung, wie sie in der Netzstrategie Region Aarau vorgenommen wurde, nötig ist. Das Zentrum von Suhr ist von Durchgangsverkehr aus allen Richtungen betroffen. Eine Ostumfahrung von Suhr würde deshalb nur in Kombination mit einer Südumfahrung eine massgebliche Entlastung bringen. Im Gebiet Kölliken/Entfelden zeigt die Erhebung, dass vergleichsweise wenig Durchgangsverkehr den Weg durch das Siedlungsgebiet wählt.
Mit Hilfe der Ergebnisse werden in einem nächsten Schritt die Fragestellungen und Lösungsvarianten im Rahmen der strategischen Verkehrsprojekte in der Region vertieft.
Erhebungsmethodik
Bei einer Nummernschilderhebung werden mit Hilfe von Kameras die Nummernschilder der Fahrzeuge erfasst. Die Kennzeichendaten werden noch vor Ort herausgelesen und die Videodaten umgehend gelöscht. Für die anschliessenden Auswertungen werden nur anonymisierte Daten verwendet, womit der Datenschutz jederzeit gewährleistet ist.
Die Methode erlaubt es aufzuzeigen, wo ein bestimmtes Fahrzeug in einen Kordon einfährt und wo es nach welcher Dauer das Gebiet wieder verlässt. Damit können unter anderem die Verkehrsmengen, Aufteilung der Verkehrsmenge in Quell-, Ziel- und Durchgangsverkehr, Verkehrsströme von A nach B, Routenwahl und Schwerverkehrsanteile ermittelt werden. Mit der Methode nicht erfasst wird der Verkehr, der ausschliesslich innerhalb des Untersuchungsgebiets verkehrt (sogenannter Binnenverkehr).
Die Nummernschilderhebung fand an zwei aufeinanderfolgenden Dienstagen im September 2014 statt. An den insgesamt 43 verschiedenen Standorten zeichneten Kameras jeweils während 14 Stunden (6 bis 20 Uhr) die durchfahrenden Fahrzeuge auf.
Die Ergebnisse sind in einer Broschüre zusammengefasst, die unter www.ag.ch/verkehr > Verkehrsdaten > Verkehrserhebungen heruntergeladen werden kann.