Neue Struktur hat sich bewährt
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Schlussrapport des Kantonalen Führungsstabs
Der Jahresrückblick des Kantonalen Führungsstabs (KFS) stand ganz im Zeichen der Hochwasserereignisse Ende August 2005. Ein Ereignis, das nicht zuletzt dank des koordinierten Einsatzes der beteiligten Organisationseinheiten im Aargau glimpflich abgelaufen ist. Für das Jahr 2006 sieht der KFS seinen Schwerpunkt in der Grundlagenarbeit zur Erstellung einer Gefährdungsanalyse.
Am 8. Dezember fand unter der Leitung von Martin Widmer, Leiter der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz und Chef des Kantonalen Führungsstabes KFS, der Jahresrapport 2005 des KFS statt. Als Gäste konnte er unter anderem den zuständigen Departementsvorsteher, Regierungsrat Ernst Hasler, Divisionär Eugen Hofmeister Kommandant Ter Reg 2 sowie Karl Betschart, Vizepräsident des Zuger Kantonsrats, begrüssen.
Der Jahresrückblick 2005 war, neben zahlreichen Übungen und Ausbildungselementen, geprägt vom Jahrhunderthochwasser Ende August. Gemäss Martin Widmer hat der neu strukturierte und redimensionierte KFS diese "Wassertaufe" bestens bestanden. Der KFS hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Aargau aus diesem Ereignis mit einem dunkelblauen Auge davon gekommen ist.
Ein Schwerpunkt im kommenden Jahr wird für den KFS die Erarbeitung einer umfassenden, kantonalen Gefährdungsanalyse sein, zu der die Kantone nach dem Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz verpflichtet sind. Die Führung des KFS hat, zusammen mit externen Partnern, praxisnahe Grundlagen für rund dreissig ausgewählte Gefahrenarten für den Kanton Aargau erarbeitet. Dazu gehören unter anderem menschliche Epidemien, Erdbeben und natürlich auch Hochwasser. Anhand von Referenzszenarien sollen dann die Hilfeleistungsbedürfnisse ermittelt und die Leistungsaufträge an die Partner des Bevölkerungsschutzes formuliert werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2006 liegt in der Vertiefung der Fachausbildungen. Zudem stehen im nächsten Jahr wieder mehrere kleinere und grössere Übungen auf dem Programm.
Im zweiten Teil des KFS-Schlussrapports berichtete Karl Betschart, Vizepräsident des Zuger Kantonsrates, über das Attentat vom 27. September 2001 auf das Zuger Kantonsparlament. Es war ein emotionaler, packender Bericht, der den Zuhörenden das unfassbare Geschehen auf eindrückliche Art noch einmal vor Augen führte. In der nachfolgenden Diskussion wurde über die sicherheitstechnischen Konsequenzen des Anschlags auch im Kanton Aargau diskutiert, deren Wirksamkeit und Konsequenzen.