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Neue Lehrerinnen- und Lehrerbildung startklar :
Promotions- und Prüfungsordnung der neuen Diplomstudiengänge verabschiedet

Mit seiner Zustimmung zu den Promotions- und Prüfungsordnungen gibt der Regierungsrat grünes Licht für den Start der neuen Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Herbst 2003. Die angehenden Lehrpersonen sollen entsprechend den gesamtschweizerischen Vorgaben optimal auf ihre zukünftige Berufstätigkeit vorbereitet werden. Auch Personen ohne gymnasiale Maturität erhalten attraktive Zugangsmöglichkeiten.

Nachdem der Regierungsrat die entsprechenden Detailregelungen für die neuen Studiengänge der Lehrerinnen- und Lehrerbildung genehmigt hat, ist die neue Lehrerinnen- und Lehrerbildung nun startklar. So beginnen diesen Herbst ein dreijähriger Studiengang für Primarlehrpersonen und ein vierjährige Studiengang für Lehrpersonen der Sekundarstufe I. Ein Jahr später folgt ein neukonzipierter dreijähriger Studiengang für die Kindergartenstufe. Für 2006 ist ein weiterer neuer Studiengang geplant, der zu einem Doppeldiplom für die Sekundarstufen I und II führt.

Die neuen Diplomstudiengänge für die Kindergarten-, Primar- und Sekundarstufe I sind einheitlich aufgebaut. Grosser Wert wird auf die Vernetzung der einzelnen Studienbereiche und den engen Bezug zur Schulpraxis gelegt. Der gleichartige Aufbau der Studiengänge schafft zudem die Möglichkeit, von einem Studiengang zu einem anderen zu wechseln.

Stufen- und typenspezifische Spezialisierung
In den Studienbereichen, die das Fachwissen der Schulfächer zum Inhalt haben, werden die angehenden Lehrpersonen gezielt auf den Unterricht der entsprechenden Schulstufe ausgebildet. Die Studiengänge der Kindergartenstufe und Primarschulstufe führen zu einem Diplomabschluss als Allroundlehrperson. Die Studierenden der Primarstufe haben jedoch die Möglichkeit, in den musischen Fächern individuelle Schwerpunkte zu setzen. Der Studiengang Sekundarstufe I qualifiziert zum Unterricht in drei bis vier Fächern in allen Schultypen der Oberstufe. Er ermöglicht aber auch eine Spezialisierung mit Bezug auf die Real-, Sekundar- oder Bezirksschule. Der Studiengang für das Doppeldiplom Sekundarstufe I und II setzt einen Hochschulabschluss (Lizentiat oder Diplom) voraus. Die berufspraktische Ausbildung beginnt für diesen neuen Studiengang im Jahr 2005.

Integrierte Berufseinführung als besondere Stärke
Während der gesamten Ausbildung absolvieren die Studierenden Praktika auf ihrer zukünftigen Unterrichtsstufe, so dass sie bereits ab Studienbeginn Einblick in den Berufsalltag erhalten. Das letzte Studienjahr ist als Berufs-einführung mit entsprechend hohen Praxisanteilen konzipiert. Die Studierenden unterrichten im Rahmen einer Teilzeitanstellung eigenständig, aber mit fachlicher Begleitung an einer Schule. Diese verantwortliche Berufstätigkeit ist Teil der berufsqualifizierenden Ausbildung.

Gute Zugangschancen für Personen ohne gymnasiale Maturität
Mit dem Diplom einer dreijährigen Diplommittelschule ist der Eintritt in den Studiengang Kindergartenstufe prüfungsfrei möglich. Für die Studiengänge Primarstufe und Sekundarstufe I ist eine gymnasiale Maturität erforderlich. Personen ohne gymnasiale Maturität müssen eine Eintrittsprüfung bestehen, wobei die Vorbildung berücksichtigt wird. Zur Vorbereitung auf diese Prüfung bietet der Kanton Aargau einen berufsbegleitenden Kurs an, in dem sich die Kandidatinnen und Kandidaten das nötige Wissen gezielt aneignen können.

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