Neue Kräfte für die Kantonspolizei
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2 Aspirantinnen und 19 Aspiranten heute vereidigt
Mit der Vereidigung hat Landammann Kurt Wernli auf Schloss Lenzburg die Absolventinnen und Absolventen der Polizeischule 48 im Namen des Regierungsrats in die Pflicht genommen. Damit sind sie vollwertige Polizeiangehörige im Korps der Kantonspolizei geworden.
Vor knapp einem Jahr, am 1. April 2006, traten 2 Frauen und 19 Männer in die Polizeischule 48 ein. Mit der Inpflichtnahme sind sie heute Kantonspolizistinnen und -polizisten geworden. Landammann Kurt Wernli: "Sie sind nun gerüstet, den Dienst am Mitmenschen aufzunehmen und Ihre praktischen Erfahrungen im Berufsalltag zu vertiefen. Ich bin sehr stolz, derart motivierte junge Leute ins Polizeikorps aufnehmen zu dürfen."
Nichts für Warmduscher
Lionel Hertig, Polizeiaspirant, blickte in seiner Ansprache u.a. auf das abwechslungsreiche Jahr der Ausbildung zurück: "Wir wussten nicht, was uns erwarten würde, hatten wir uns doch auf ein eher ungewöhnliches Stellenangebot gemeldet: Nichts für Warmduscher! Nach einem harten, anspruchsvollen, abwechslungsreichen und interessanten Jahr nimmt die Kantonspolizei Aargau mit uns Aspiranten und Aspirantinnen alles andere als Warmduscher in das Korps auf."
Anspruchsvolles Berufsbild
Polizistinnen und Polizisten benötigen folgende Fähigkeiten in besonderem Masse: Selbstbewusstsein, Handlungsorientierung, Sozialkompetenz, Idealismus, Verantwortungsbewusstsein. Zudem müssen sie risikobewusst und lernfähig sein, um sich jederzeit den veränderten, nicht selten gefährlichen und psychisch belastenden Situationen anpassen zu können. Landammann Kurt Wernli: "Der Polizeiberuf wird Sie fordern und zwar nicht nur in Ihrer Arbeitszeit. Der Polizeiberuf ist ein Fulltime-Job und verlangt von Ihnen und Ihren Familienangehörigen einiges an Verzicht. Ich hoffe, dass Sie mit der heutigen Feier eine Bestätigung aus Ihrem innersten Selbst erfahren und mit Ihrer Berufung in Berührung kommen. Und zwar so stark und kraftvoll, dass sie ein Arbeitsleben lang erhalten bleibt."
Mit beiden Beinen auf der Erde stehen
Polizeikommandant Léon Borer wünschte den jungen Polizeiangehörigen viel Glück und Erfolg in ihrem zweiten Beruf. In seiner Ansprache befasste er sich mit den "Beinen". Léon Borer: "Beine sind wichtige Körperteile. Ob Mann oder Frau, das Wort "Bein" löst unterschiedliche Fantasien aus. Wer Erfolg haben will, muss mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Entscheidend sind nicht gerade, schlanke, kurze oder lange Beine, auch nicht krumme oder dicke, aber zwei gesunde müssen es sein! Die Polizeischule 48 wurde als zusätzliche Polizeischule auf die Beine gestellt. Sie haben nach dem Einrücken rasch gespürt, dass wir Ihnen Beine machen, wenn diese zu träge, zu bequem oder gar zu schwach sind. Dank der besonderen Aufmerksamkeit der Instruktoren hatten Sie kaum Gelegenheit, von einem Bein auf das andere zu treten oder die Beine unter dem Tisch zu strecken. Im Polizeiberuf brauchen wir schnelle und starke Beine. Bleiben Sie also fit! Bleiben Sie aber auch fair! Stellen Sie nicht einfach das Bein, nur um jemandem weh zu tun! Um Diebe zu erwischen, sind wir auf flinke, einsatzbereite und robuste Beine angewiesen. Ende Monat geht es los in voller Verantwortung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht über Ihre eigenen Beine stolpern. Machen Sie sich am ersten Arbeitstag zeitig auf die Beine, um einen guten ersten Eindruck zu schaffen!"