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Neue Konzession für das Kraftwerk Wettingen :
Stromproduktion und Naturschutz für weitere 80 Jahre gesichert

Nach erfreulicher Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich erteilt die Regierung des Kantons Aargau dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) für das Kraftwerk Wettingen eine neue Konzession. Weitere 80 Jahre Stromproduktion sind gesichert. Auch die Natur zieht Nutzen daraus. Nun geht das Geschäft an den Grossen Rat.

Beinahe siebzig Jahre Flusskraftwerk: dieses Alter hinterlässt Spuren. Das Kraftwerk Wettingen des EWZ kann die zur Erneuerung erforderlichen Investitionen von 60 bis 70 Millionen Franken bis zum Ablauf der bestehenden Konzession im Jahre 2013 nicht amortisieren. Der Kanton Aargau als einer der Konzessionsgeber hat nach langen Verhandlungen dem Kraftwerk deshalb die vorzeitige Erneuerung der Konzession zur Nutzung der umweltverträglichen und erneuerbaren Energie für weitere 80 Jahre ermöglicht.

Das 1998 eingereichte Konzessionsprojekt sieht neben dem Ersatz technisch veralteter Anlageteile, dem Einbau einer Dotierturbine für das Restwasser und einer Automatisierung wesentliche Verbesserungen für die Umwelt vor.

Die sichtbarste Aufwertung erfährt die heute ungenügend durchflossene, rund 1.2 km lange Limmatschlaufe zwischen Kraftwerk und Webermühle. Das jetzt noch spärliche Rinnsal soll eine namhaft erhöhte Wasserführung erhalten.

Die Restwasserstrecke wird renaturiert, eine neue Insel und Kiesbank geben dem Fluss den natürlichen Aspekt zurück. Das alte Dachwehr bei der Damsau, Zeitzeichen der Industrialisierung und Bestandteil des Industrielehrpfades, bleibt erhalten. Auch für Fische und andere Wasserlebewesen ergeben sich Verbesserungen. Vier neue Fischwege verknüpfen die Lebensräume unter- und oberhalb des Kraftwerkes. Aare, Limmat, Sihl und Zürichsee werden wieder vernetzt.

Weitere Massnahmen sind auch im Stauraum vorgesehen: entfernen harter Uferverbauungen in Neuenhof, verlängern einer Insel im "Chessel", Vernetzung des Dorfbaches Spreitenbach sowie neue Brutmöglichkeiten für den Eisvogel. Auch dem Biber sind diese Verbesserungen willkommen.

Durch eine Limmatrenaturierung und Gerinneaufweitung im monotonen Flussabschnitt Dietikon-Geroldswil kann sich eine dynamische Flussaue entwickeln. Die Landschaft als Erholungsgebiet gewinnt.

Nach der Konzessionserneuerung durch den Kanton Aargau folgt die Genehmigung durch den Grossen Rat, anschliessend das Baubewilligungsverfahren.

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