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Neue IT-Systeme für die Aargauer Polizei :
Kommission bewilligt Verpflichtungskredit von 3,8 Millionen Franken

Die grossrätliche Kommission für öffentliche Sicherheit (SIK) genehmigt den vom Regierungsrat vorgelegten Verpflichtungskredit von 3,8 Millionen Franken für ein neues Rapportierungssystem sowie für ein neues System zur Zeiterfassung.

Das elektronische Informatiksystem, das die Kantonspolizei Aargau und auch die Regionalpolizeien zur Unterstützung der Erfüllung ihrer administrativen Aufgaben einsetzen, ist in die Jahre gekommen.

Seit 18 Jahren werden die polizeilichen Ermittlungsergebnisse durch die Kapo Aargau mit der Applikation RAPOL rapportiert. Seit 2002 wird RAPOL auch von den Regionalpolizeien des Kantons Aargau genutzt. Im Jahr 2012 wurden mit RAPOL rund 110'000 Rapporte erfasst.

Gleichzeitig diente RAPOL auch der Zeit- und Leistungserfassung der Polizei und unterstützt auch die Abrechnung der Entschädigungen.

Die Applikation RAPOL ist nach 18 Jahren veraltet und die Weiterentwicklung kann nicht mehr sichergestellt werden. Im Rahmen eines Gesamtprojekts soll RAPOL durch zwei separate, neue Systeme ersetzt werden.

Als Ersatz für das Rapportierungsmodul soll die voll integrierte Produktkombination openXtract und openteXt der Firma Xplain als Standard-Applikation zum Einsatz kommen. Diese Applikation wurde im Rahmen einer Submission im selektiven Verfahren ermittelt.

Für das Modul Zeit-/Leistungserfassung musste eine neue Lösung gesucht werden. Diese neue Applikation wurde mittels einer Submission im offenen Verfahren ermittelt. Den Zuschlag erhielt die Firma Ethelred AG mit dem Produkt E3.

Für die Realisierung des Gesamtprojekts wird ein Verpflichtungskredit für einen einmaligen Bruttoaufwand von 3,8 Millionen Franken und den wiederkehrenden Aufwand von 91'000 Franken beantragt.

Die Kommission diskutierte vor allem die Vor- und Nachteile einer Lösung durch ein im Markt neues Unternehmen.

Die Verwaltung musste auch Fragen beantworten, warum nicht auf eine gemeinsame Lösung mit anderen Kantonen gesetzt oder schweizweit eine gemeinsame Lösung angestrebt wird. Laut Regierungsrat Hofmann und Generalsekretär Fricker wird zwar eine gemeinsame Lösung angestrebt, die kurzfristig aber nicht realisierbar ist. Auch müssen die aufgrund der Sparbemühungen des Kantons Aargau beschränkten Mittel in Betracht gezogen werden.

Die Kommission SIK hat der Vorlage einstimmig zugestimmt. Das Geschäft "Ablösung RAPOL" wird voraussichtlich am 4. März 2014 im Grossen Rat beraten.

  • Grosser Rat