Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Neue Geräte für die Radio-Onkologie im Kantonsspital Aarau :
Gesamterneuerung der Geräte für Strahlentherapie

Der Verwaltungsrat der Kantonsspital Aarau AG hat die Erneuerung der Strahlentherapie beschlossen. Dies ermöglicht die noch wirksamere Behandlung der jährlich rund 1500 neuen onkologischen Patientinnen und Patienten im Einzugsgebiet des Spitals. Die Anlagen sind im Sommer 2005 betriebsbereit.

Die Kantonsspital Aarau AG teilt mit, dass der Verwaltungsrat eine Gesamterneuerung der Geräte für Strahlentherapie und somit eine Stärkung der onkologischen Behandlung beschlossen hat. Für rund CHF 8 Mio. werden 2 neue Bestrahlungsgeräte für schonende Präzisionsbestrahlungen nach neuesten Standards und flankierende Diagnoseeinheiten angeschafft, sowie die entsprechenden Strahlenschutzmassnahmen vorgenom-men. Gemäss Regierungsratsbeschluss vom 26. Mai 2004, der dem Verwaltungsrat der Kantonsspital Aarau AG an sei-ner letzten Sitzung eröffnet wurde, steuert der Kanton CHF 900'000.- für Gebäudeanpassungen bei.

Ebenfalls gutgeheissen hat der Regierungsrat eine Anpassung der Spitalkonzeption. Somit kann neu die Brachytherapie im Kantonsspital Aarau durchgeführt werden. Sie ist die heute gebräuchliche Bestrahlungs-methode für die Behandlung von urologischen und gynäkologischen Krebsformen. Sie ist erst mit den neuen Anlagen möglich und wird das bestehende sehr gute Onkologie Angebot sinnvoll ergänzen.

Laut Verwaltungsratspräsident Dr. Philip Funk hat die Kantonsspital Aarau AG eine für öffentliche Spitäler bisher ungewohnte Art der Finanzierung für die Erneuerung des Instituts für Radio-Onkologie beschlossen. Die Realisation soll mit Hilfe eines Bankkredits umgehend innerhalb von 12 Monaten erfolgen. Als Grundlage dient eine sehr positive Wirtschaftlichkeitsberechnung, die vom Gesundheits-departement mit einem externen Gutachten bestätigt wurde. Verschiedene Investoren wurden bereits kontaktiert und haben ihr Interesse für die Finanzierung angemeldet.

Der Verwaltungsrat dokumentiert mit diesem Vorgehen sein Ziel, in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Gesundheits-departement das Kantonsspital Aarau schnell zu einem leistungsstarken und zeitgemässen Gesundheitszentrum für die gesamte Bevölkerung des Aargaus umzubauen.

Für Verwaltungsratspräsident Philip Funk ist unbestritten, dass das Kantonsspital Aarau, das zu den führenden onkologischen Zentren der Schweiz zählt und Diagnose und Therapie auf hohem Niveau anbietet, auch für die grosse Gruppe der Radio-Therapie-Patienten über ein zeitge-mässes Angebot verfügen muss. Heute sind Patienten zum Teil dazu gezwungen, aus Kapazitätsgründen Behandlun-gen in Zürich oder Luzern vorzunehmen. Wie Philip Funk ausführt, ist es im Interesse der Bevölkerung, dass die Erträge aus den wirtschaftlich interessanten radio-onko-logischen Behandlungen auch in die Kassen des Kantons-spitals zurückfliessen. Diese werden durch Dienstleistungen wie die garantierte Aufnahmebereitschaft für alle Patientinnen und Patienten, das Angebot seltener Behandlungsmethoden und die Betreuung komplexer Fälle ohnehin stark belastet. Das Spital soll deshalb auch durch gewinnbringende Angebote für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons in seiner Substanz gestärkt werden.

Jährlich nehmen Krebserkrankungen um 1 bis 3% zu. Etwa jeder 4. Bewohner des Kantons ist heute von einer Erkran- kung betroffen. Die Nachfrage nach Behandlungen steigt deshalb ständig.

Die Strahlentherapie hat sich nebst der medikamentösen Behandlung und der operativen Entfernung von Tumoren als eine der bedeutenden Therapieformen etabliert. Rund die Hälfte aller an Krebs erkrankter Patienten wird mit Strahlen wirksam behandelt. Im Einzugsgebiet des Kantonsspitals Aarau sind dies rund 1700 Patienten pro Jahr. Eine Bedarfsanalyse des Kantons hat ein Potential für 4 moderne Bestrahlungsgeräte nachgewiesen.

Besichtigung des Instituts für Radio-Onkologie am 10. Juni 2004, 11.00 - 13.00 Uhr Am 10. Juni kann das Institut für Radio Onkologie im Kantonsspital Aarau, das seit 1. Januar 2004 unter der Leitung von PD Dr. med. Stefan Bodis steht, besucht werden. Das Team stellt sich vor und erläutert die Behandlungsmethoden, die heute angeboten und jährlich von rund 1000 Patienten in Anspruch genommen werden.

  • Staatskanzlei